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Neue Wohnräume für Erwachsene mit Handicap
Ende November war es soweit sein: Petra Endhardt und ihre 10 Mitbewohner und Mitbewohnerinnen der Erwachsenenwohngruppen aus dem Fritz-Felsenstein-Haus sind von Königsbrunn nach Mering umgezogen. Die körperbehinderten Erwachsenen haben sich nach vier Wochen bereits gut an das neue Zuhause gewöhnt: "Für uns bedeutet ein neues Umfeld immer eine große Herausforderung, aber ich bin sehr zufrieden mit den neuen Räumen hier. Vor allem über mein Zimmer, das ich ganz nach meinem Geschmack einrichten konnte, freue ich mich riesig", so die Petra Endhardt, die tagsüber in einer Behindertenwerkstätte arbeitet.
Die beiden Wohngruppen des Königsbrunner Kompetenzzentrums für Körperbehinderte leben nun in komplett neu sanierten Räumen, die auf die speziellen Bedürfnisse der Erwachsenen mit Handicap zu geschnittenen sind und vom Landratsamt Aichach-Friedberg angemietet wurden. Das ehemalige Krankenhaus im Zentrum von Mering heißt heute "Gesundheits- und Sozialzentrum"; hier haben sich u.a. Arzt- und Physiotherapiepraxen sowie Dienstleister im Pflegebereich niedergelassen.
Barrierefreie Wohnräume
Im Erdgeschoß wohnen nun auf rund 670 m2 fünf Frauen und sechs Männer. Jedem Bewohner steht ein ca. 18m2 großes Einzelzimmer zur Verfügung; Küche und Wohnraum, Toiletten und die Bäder werden gemeinsam genutzt. Darüber hinaus gibt es Räume für das Personal, das rund um die Uhr für Pflege und Hilfe im Alltag zur Verfügung stehen muss. "Hier haben wir die idealen Voraussetzungen gefunden, um einen behindertengerechten und barrierefreien Ausbau zu gewährleisten", so Heinz Faber, Leiter der Förderstätte und der Wohngruppen im Fritz-Felsenstein-Haus. Deshalb fiel bereits vor zwei Jahren die Entscheidung, zwei Wohngruppen nach Mering zu verlegen, wo sich seit 1990 bereits eine weitere Wohngruppe befindet. Die frei werdenden Räume im Fritz-Felsenstein-Haus werden in die Erweiterung der Förderstätte einbezogen.
Mehr Selbständigkeit
Auch bei der Ausstattung wurde großes Augenmerk auf die Rollifahrer gelegt: unterfahrbare Arbeitsflächen in der Küche, große Bäder mit zum Teil höhenverstellbaren Waschbecken, Hubbadewannen und vielen Details, die die Arbeit der Pflege- und Heilerziehungskräfte erleichtern. Aber auch die Selbständigkeit im Alltag soll gefördert werden: kleine Tätigkeiten wie Küchenarbeiten und Saubermachen übernehmen die Bewohner je nach ihren Möglichkeiten selbst. Neben einer deutlich verbesserten Wohnqualität also, wird zukünftig auch die gegenseitige Unterstützung der Bewohner einfacher, denn beide Wohngruppen leben gemeinsam auf einer Ebene. "Die neuen Räume bieten unseren Erwachsenen mit Handicap ein würdiges zu Hause", so Gert Stephan, Geschäftsführer des Fritz-Felsenstein-Hauses. "Sie finden dort Rahmenbedingungen, die ihnen größtmögliche Selbstbestimmung im Alltag erlaubt." Der gesamte Innenausbau sowie die spezielle Erstausstattung der Wohnräume werden über Spenden finanziert.