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Live Music Now organisiert Gitarrenkonzert für Fritz-Felsenstein-Schüler

Live Music Now

Bereits zum wiederholten Male war der Verein Live Music Now zu Gast im Fritz-Felsenstein-Haus; diesmal mit einem jungen Gitarren-Duo. Die Kinder und Jugendlichen des Kompetenzzentrums für Körperbehinderte lauschten in der weihnachtlich geschmückten Schulaula begeistert den Gitarrenklängen von Dimitri Lavrientiev und Takeo Sato. Die Musiker präsentierten ihrem Publikum ein abwechslungsreiches Programm, das mit italienischen, französischen, süd- und mittelamerikanischen Stücken in die Welt der klassischen Konzertgitarre entführte.

Live Music Now
"Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freunde", so lautet das Motto des seit 2002 auch in Augsburg ansässigen gemeinnützigen Vereins Live Music Now, der ursprünglich vom Geiger Yehudi Menuhin gegründet wurde. Die Organisation, die in vierzehn europäischen Ländern tätig ist, hat sich zum Ziel gesetzt, Nachwuchsmusiker zu fördern und gleichzeitig dem Live-Musikbedürfnis von Menschen entgegenzukommen, denen ein Konzertbesuch auf Grund von Krankheit, Behinderung oder sozialen Zwängen nicht möglich ist. "Wir sind jedes Mal erstaunt über die positiven Reaktionen der jungen Zuhörer im Fritz-Felsenstein-Haus und freuen uns natürlich über die Begeisterung, mit der unsere Nachwuchsmusiker hier empfangen werden", so Helga Müller, Mitglied des Vorstands von Live Music Now in Augsburg.

Wertvolle Erfahrung
Dimitri Lavrientiev, in Russland geboren und aufgewachsen und Takeo Sato, ein Deutscher mit japanischen Wurzeln, studieren beide an der Musikhochschule in Augsburg und sehen im Konzert für die Fritz-Felsenstein-Schüler eine wichtige Erfahrung. "Trotz der vielen Schüler hatten wir ein sehr aufmerksames Publikum. Je leiser unsere Gitarren wurden, desto leiser wurden auch die Zuhörer", so Takeo Sato, dessen Vater die Gitarre, auf der er spielt, selbst gebaut hat. Beide Musiker hatten auf Mikrofone und Verstärker verzichtet, allein der Klang der beiden Gitarren sorgte für genügend Aufmerksamkeit. "Wir haben uns riesig über die gute Stimmung gefreut, die hier herrscht", so Lavrientiev. Um den Kindern und Jugendlichen auch den Klang einer Sologitarre vorzustellen, spielte er ein Stück aus seiner russischen Heimat und bezog die Kinder mit einem kleinen Ratespiel in seine Darbietung ein. Das ungewohnte Publikum zwingt die jungen Künstler dazu, bei ihrem Repertoire spontaner zu reagieren, als dies bei einem traditionellen Konzertabend der Fall ist. Beide Künstler sind Preisträger zahlreicher internationaler Musikwettbewerbe und werden seit einiger Zeit vom Verein Live Music Now gefördert.