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Auf Bildungsreise ins Fritz-Felsenstein-Haus

Comenius-Schulprojekt

Das Lehrerkollegium der Fritz-Felsenstein-Schule sowie das Team um Konrektorin Dr. Renate Menges haben am Montag die ersten ausländischen Gäste begrüßt, die sich im Rahmen des Comenius-Schulprojektes eine Woche lang in Königsbrunn aufhalten. Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlicher Bildungseinrichtungen aus Polen, der Slowakei und Lettland werden gemeinsam mit den Königsbrunner Kollegen und weiteren Gästen aus England und Rumänien, die im Laufe der Woche hinzukommen, ein intensives Arbeitsprogramm absolvieren.

Nach einer Begrüßungsfeier im Fritz-Felsenstein-Haus mit einer kurzen Ansprache von Schulleiter Manfred Pschibul und Geschäftsführer Gert Stephan ging es weiter ins Königsbrunner Rathaus, wo Bürgermeister Ludwig Fröhlich die Lehrer, Erzieher und Schüler willkommen hieß. Er stellte die Stadt Königsbrunn vor, erkundigte sich nach den jeweiligen Herkunftsorten und plauderte anschließend in lockerer Atmosphäre über Historisches und Aktuelles aus der Brunnenstadt.

„Europas Wiesen“ – Projekt für interkulturelles Lernen
Comenius ist das Schulbildungsprogramm von Sokrates, dem gemeinschaftlichen Aktionsprogramm der EU im Bereich der allgemeinen Schulbildung. Es ist auf die erste Bildungsphase ausgelegt und unterstützt Schulpartnerschaften und Schulbildungsnetze. Ziel ist die Förderung des Lernens im multikulturellen Umfeld sowie die Unterstützung benachteiligter Gruppen. Die Fritz-Felsenstein-Schule sowie die meisten der ausländischen Partner werden in den kommenden drei Jahren finanzielle Unterstützung von der EU erfahren. Das gemeinsame Projekt heißt „Europas Wiesen“. Es ist zum einen ein Abbild der unterschiedlichen Kulturen innerhalb der EU, bietet aber auch viele Möglichkeiten der Annäherung: Sowohl die körperbehinderten Kinder und Jugendlichen aus dem Fritz-Felsenstein-Haus, als auch der lettische Kindergarten oder das polnische Gymnasium können sich ganz individuell mit diesem Thema auseinandersetzen und unterschiedliche Aspekte erarbeiten. „Der Besuch unserer Gäste soll die Arbeit an diesem Projekt einen großen Schritt weiter bringen“, so Dr. Renate Menges, Projektleiterin und Konrektorin der Fritz-Felsenstein-Schule.

Die Projektpartner hatten sich zunächst über eine Internetplattform gefunden und die vorbereitenden Tätigkeiten im jeweiligen Land durchgeführt, wobei die Fritz-Felsenstein-Schule alle koordinierenden Aufgaben übernahm. „Es war eine große Herausforderung, alle Partner unter einen Hut zu bekommen und gleichzeitig die von der EU vorgegebenen Fristen einzuhalten“, so Dr. Renate Menges weiter. Im Frühjahr nächsten Jahres werden vier Schüler der Fritz-Felsenstein-Schule mit Dr. Menges die Partnerschule in England besuchen. „Wir wollen voneinander lernen – das ist ein ganz wichtiger Aspekt dieses Projekts.“