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Sport und Spaß bei der Knaxiade

Sportfest

Wenn sich Lisa und Julia mit Teppichfliesen gemeinsam einen Weg bauen, dabei Hindernisse überwinden und etliche Legosteine in der Hand halten, um damit am Ziel einen Turm zu bauen, dann sind sie gerade dabei, eine der fünf Stationen der Knaxiade zu bewältigen. Bereits zum dritten Mal fand in der Fritz-Felsenstein-Schule die beliebte Kinderolympiade statt, die Schülern und Lehrern einen gemeinsamen Tag voller Spiel und Spaß brachte.

Vier Klassen der Fritz-Felsenstein-Schule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche haben kurz vor Ferienbeginn noch eine sportliche Herausforderung angenommen und an der Knaxiade für Grundschulen teilgenommen. Die 1994 ins Leben gerufene Aktion wird vom Turnbezirk Schwaben organisiert und von den Schwäbischen Sparkassen gefördert. Bis zum vergangenen Jahr hatten daran rund 36.000 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter teilgenommen. Ziel ist es, Bewegung und Sport in die Erziehung einzubeziehen und die Kinder unter dem Gesundheitsaspekt zum Sporttreiben zu motivieren. Schließlich ist der allgemeine Bewegungsmangel häufiger Grund für Koordinationsschwächen, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Schwächen bei Kindern. Die Knaxiade soll Begeisterung für sportliche Bewegung fördern und den Schulalltag bereichern.

Willkommene Abwechslung
„Eine Kinderolympiade, bei der es nur Gewinner gibt, das bringt natürlich eine Menge Spaß“, so Günter Mairock, Lehrer an der Fritz-Felsenstein-Schule. Ohne Leistungsgedanken, aber mit viel Freude an der Bewegung haben die Erst-, Zweit- und Drittklässler die fünf Stationen durchlaufen, an denen verschiedene Übungen gefragt waren. Da läuft „Fetz“ durch den Irrgarten und muss sich erst den Weg durch viele Ringe erkämpfen und „Dodo“ balanciert mit einem Bierdeckel auf dem Kopf gelassen über eine Langbank. 

„Wir waren flexibel und haben kurzerhand die allgemeinen Kriterien für Grundschulen an unsere Bedürfnisse angepasst“, so Günter Mairock weiter. „Auch unsere Rollifahrer konnten ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, indem sie zum Beispiel mit ihrem Rollstuhl der Linie eines in Schlangenlinien auf dem Boden ausgebreiteten Taus folgen.“ So kann jeder mitmachen und am Ende haben alle die fünf erhofften fünf Kreuze gesammelt. Bei der anschließenden Siegerehrung strahlen rund 40 Schüler um die Wette und zeigen stolz ihre Urkunden und Medaillen.