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Jugendliche rocken im Fritz-Felsenstein-Haus

Ausgelassene Stimmung herrschte beim Open-Air Konzert im Königsbrunner Fritz-Felsenstein-Haus. Die Organisatoren hatten drei Augsburger Bands eingeladen, die ihrem Publikum vorwiegend selbst geschriebene Songs präsentierten. Serendipity und Between the Ages, die ersten beiden Formationen, heizten den jugendlichen Besuchern mit rockigen Klängen ein, dazwischen präsentierte die Big Band des Fritz-Felsenstein-Hauses bekannte Cover-Songs.

Höhepunkt des Abends war der Bühnenauftritt der Hauptband Alen Poe, die mit klarem Gesang und fetzigem Rock begeisterten. Ob Rollifahrer oder Jugendliche ohne Handicap, das Miteinander der Besucher, die gemeinsam die Leidenschaft für rockige Live-Musik teilen, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Das Open-Air Konzert in Schwabens größtem Kompetenzzentrum für körperbehinderte Kinder und Jugendliche fand in diesem Jahr schon zum 17. Mal in Folge statt.


Musik- und Lyrikabend im Fritz-Felsenstein-Haus

Dass Musik und Lyrik gut zusammen passen, davon konnte sich das Publikum bei einer gelungenen Kulturveranstaltung in der Fritz-Felsenstein-Schule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche überzeugen. Zwei "Sprachkünstler" boten gemeinsam mit zwei jungen Musikern ein zweistündiges, abwechslungsreiches Programm, bei dem die Zuschauer in den Genuss von humoristischen, hintersinnigen Gedichten und unterhaltsamen, sorgsam ausgewählten Musikeinlagen kamen.

Stefan Körner und Karl Simnacher - beide sind Werkstufenschüler der Fritz-Felsenstein-Schule - haben ihren Lyrikvortrag auf ganz individuelle Weise gestaltet: Mal im Dialog, mal sehr lautmalerisch rezitiert, trugen sie kurze Gedichte von Goethe, Ringelnatz, Morgenstern oder Heinz Erhardt vor. Die Musiker Waldemar Marz an der Gitarre und Komalé Akakpo am Hackbrett, präsentierten einen internationalen Querschnitt durch klassische, moderne und volkstümliche Stücke. So ganz nebenbei erfuhr das Publikum, dass das Hackbrett bei weitem kein urbayrisches Instrument ist, sondern aus der arabischen Kultur stammt und einst von den Mauren nach Europa gebracht wurde.

"Da an unserer Schule die musische Erziehung einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt, wollten wir unseren Sprachkünstlern einen entsprechenden Rahmen für Ihren Vortrag bieten. Und auch die jungen Musiker wollen natürlich Bühnenerfahrung sammeln", so Manfred Pschibul, Schulleiter der Fritz-Felsenstein-Schule. Es finden nur selten Veranstaltungen statt, bei denen Jugendliche mit und ohne Handicap gemeinsam auf der Bühne stehen und ein ansprechendes Programm für die Öffentlichkeit gestalten. "Hier hat sich die Chance geboten, etwas Neues auszuprobieren und wir freuen uns natürlich, dass es unserem Publikum gefallen hat", erklärt Gerda Dörsch, Lehrerin und Initiatorin der Veranstaltung. Die Zuschauer würdigten das mutige, ungewöhnliche Projekt mit anerkennendem Applaus und entließen die Künstler erst nach einer Zugabe und der Aussicht auf eine Fortsetzung des gelungenen Lyrik- und Musikabends.


Sommerfest im Fritz-Felsenstein-Haus: Integration spielt große Rolle

Im Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn feierten Schüler, Mitarbeiter und zahlreiche Besucher wieder das traditionelle Sommerfest. Dass der Sommer ausgerechnet am Samstag eine Pause einlegte, tat der guten Laune in Schwabens größtem Kompetenzzentrum für körperbehinderte Kinder und Jugendliche keinen Abbruch. Vor allem die Kleinen kamen auf ihre Kosten und hatten viel Spaß beim Spieleparcours rund das Motto "Bauernhof": ob beim Eiersuchen im Stroh, in der Traktorwaschstraße, beim "Pferdeäpfelweitwurf" oder beim Kuhmelken - Kinder mit und ohne Handicap versuchten sich mit Geschicklichkeit und Ausdauer an allen angebotenen Spielestationen.

Eine unterhaltsame Showeinlage boten drei jonglierende "Bäuerinnen", die gekonnt Zwiebel, Äpfel und Eier durch die Luft wirbelten, auf dem Einrad fuhren und sogar mit Feuerfackeln umzugehen wussten. Wer Lust hatte, machte mit dem Planwagen eine Kutschfahrt durch Königsbrunn, genoss die Live-Musik der Gruppe High-Flights und sorgte am Salatbuffet und Grill für sein leibliches Wohl. Und so mancher Besucher ergatterte beim Flohmarkt ein besonderes Stück für zu Hause. Anschließend trugen die Jungen und Mädchen des Königsbrunner Trachtenvereins mit einigen Polkatänzen einen weiteren Programmpunkt bei.

"Unser Sommerfest ist eine schöne Gelegenheit, bei der sich Körperbehinderte und Menschen ohne Behinderung näher kennen lernen können. Wir freuen uns, dass unsere Gäste heute diese Möglichkeit angenehmen, denn sie ist eine Chance für eine bessere Integration unserer Kinder und Jugendlichen mit Handicap", so Gert Stephan, Geschäftsführer des Fritz-Felsenstein-Hauses.


Mit Polizeiunterstützung zum Punktsieg: Fritz-Felsenstein-Haus feiert Sportfest

Einen Einsatz ganz besonderer Art hatte die 19. Ausbildungsstaffel der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn: Stift und Papier wurden kurzerhand eingetauscht gegen Stoppuhr und Maßband, um rund 270 Schüler der Fritz-Felsenstein-Schule beim jährlichen Sportfest im Königsbrunner Stadion zu betreuen. Die 130 jungen Polizistinnen und Polizisten, die erst seit wenigen Monaten in der Ausbildung sind, haben sich als Wettkampfrichter und Betreuer engagiert, zeigten aber auch sportlichen Einsatz beim Basketballspiel im Rollstuhl. Die Kooperation mit der

Polizei, die das Fritz-Felsenstein-Haus nun schon über mehrere Jahre hinweg pflegt, ist für beide Seiten ein Gewinn und zeigt, wie Spaß, Freude und Integration Körperbehinderter im Alltag funktioniert.

Die Aktion fand im Rahmen des Ausbildungsfachs "Kommunikation und Konfliktbewältigung" statt, das jungen Polizisten auch in schwierigen Situationen den feinfühligen Umgang mit Mitmenschen vermittelt. "Ob ein verwirrter alter Herr oder ein behindertes Kind - Polizisten müssen in jeder Situation über die nötige soziale Kompetenz verfügen", so Gerhard Wiblishauser, Erster Polizeihauptkommissar der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn. "Das Sportfest der Fritz-Felsenstein-Schule ist für uns eine gute Gelegenheit, darin mehr Sicherheit zu erlangen und Berührungsängste abzubauen." Dass die jungen Polizisten dabei auch ganz persönliche Erfahrungen machen konnten, zeigt die Aussage eines Beteiligten, der sich im Rollstuhl beim Basketballspiel versuchte: "Da waren uns die Spieler mit Handicap doch deutlich überlegen. Es ist schon etwas anderes, wenn man nicht so recht kann, wie man eben möchte."

Für Annette Glück, Sportlehrerin und Organisatorin der Veranstaltung wäre das Sportfest ohne die Unterstützung der Polizei nicht denkbar. "Um ein solches Fest für unsere körperbehinderten Kinder und Jugendlichen durchzuführen, werden viele helfenden Hände benötigt. Deshalb sind wir sehr dankbar für das Engagement der Königsbrunner Bereitschaftspolizei", so Annette Glück. Spaß und Freude hatten schließlich beide Seiten.


Tag der offenen Tür: das Fritz-Felsenstein-Haus präsentiert sich der Öffentlichkeit

Zahlreiche Besucher haben den Samstag Vormittag genutzt, um sich eingehend über Schwabens größtes Kompetenzzentrum für körperbehinderte Kinder und Jugendliche zu informieren. Zweieinhalb Stunden lang waren alle Abteilungen des Hauses für die Öffentlichkeit zugänglich - Gelegenheit genug, um Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter kennen zu lernen, die dort leben, lernen und arbeiten.

Ein von Schülern, Lehrern und Mitarbeitern gestaltetes vielseitiges Programm lud die Besucher zum Mitmachen, Verweilen und Zuhören ein. Die Türen der Klassenzimmer standen offen, überall wurde gewerkelt, gebastelt und gemalt. Auf Schautafeln konnten sich Eltern und Interessierte einen Überblick über einzelne Projekte verschaffen. Unterhaltsame Vorführungen der Schüler wie der Regenbogentanz oder das musikalisch untermalte Mittagsmenü standen ebenso auf dem Programm, wie Informationsstände zu therapeutischen Möglichkeiten, sportlichen Aktivitäten oder der Berufsberatung für Jugendliche mit Handicap. Der Verkauf von handgefertigten Postkarten, Edelsteinen und Seidentüchern, den die Jugendlichen selbst bewerkstelligten, ging zugunsten der AIDS-Waisen in Namibia. Die Schulvorbereitende Einrichtung informierte Eltern körperbehinderter Kinder über die Förderung der Kleinen im Vorschulalter; ebenso lud die Tagesstätte mit seinem eigens für Schwerbehinderte konzipierten Entspannungsraum zu einem Ausflug in die Welt der Sinne ein.

Großes Interesse zeigten die Besucher am renovierten und erst vor einem halben Jahr wiedereröffneten Internat des Fritz-Felsenstein-Hauses, in dem 40 Kinder und Jugendliche wohnen. "Anhand eines breit gefächerten Angebots konnten die Besucher heute den Alltag in unserem Haus unmittelbar erleben und sich aus erster Hand über unser Engagement informieren", so Gert Stephan, Geschäftsführer des Fritz-Felsenstein-Hauses.


Gedichte im Schülercafé des Fritz-Felsenstein-Hauses

Die Werkstufe der Fritz-Felsenstein-Schule hat gemeinsam mit der Klasse 5e des Königsbrunner Gymnasiums unter dem Motto "Wir reimen uns etwas zusammen" einen Lyrikvormittag veranstaltet. Die Schüler des Kompetenzzentrums für körperbehinderte Kinder und Jugendliche nahmen ihr regelmäßig stattfindendes Schülercafé zum Anlass, um vor 30 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten sowie deren Deutschlehrerin Eva Thomas Gedichte von Christian Morgenstern, Wilhelm Busch und Heinz Erhardt vorzutragen. Die Bewirtung und Tischdekoration richteten ebenfalls Werkstufenschüler der Fritz-Felsenstein-Schule aus.

Die Mädchen und Jungen der Klasse 5e trugen ihrerseits Lyrik von Schiller, Busch und Mörike vor, die in gewitzter Weise von Mimik und kleinen schauspielerischen Einlagen begleitet wurden. Dazu hatten die Schülerinnen und Schüler im Deutschunterricht die Regie ihrer Darbietung erarbeitet.

Gerda Dörsch, Lehrerin der Fritz-Felsenstein-Schule und Initiatorin des Projektes freute sich über die gelungene Aktion: "Unsere Schüler waren diesmal selbst gefordert, zum Gelingen unserer Lyrikveranstaltung beizutragen; diese Aufgabe haben sie mit viel Engagement gemeistert." Für die Gäste aus dem nahe gelegenen Gymnasium war der Austausch eine interessante Erfahrung: "Vielleicht laden wir die Fritz-Felsensteiner mal zu uns ein, dann könnten wir uns für den netten Empfang revanchieren", so eine der Schülerinnen.


Das FFH dankt den Hofhegnenbergern

Die Hälfte der Einnahmen des letztjährigen Plätzchenmarktes in Hofhegnenberg - rund Euro 830,- wurde nun dem Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn gespendet. In Schule, Tagesstätte und Internat werden dort körperbehinderte Kinder und Jugendliche aus der gesamten Region betreut und gefördert. Unter dem Motto "Anpacken und Mitbacken" hatten die Organisatoren zur freiwilligen Teilnahme aufgerufen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 44 Bäckerinnen und Bäcker aus den vier Orten der Gemeinde Hofhegnenberg hatten insgesamt 67 Kilo vorweihnachtlicher Leckereien gespendet. Die Plätzchen in Hausfrauenqualität wurden dann am 2. Advent im Gutshof des Schlosses Hofhegnenberg verkauft.

Der Plätzchenmarkt, der zum sechsten Mal in Folge stattfand, zieht mittlerweile zahlreiche Besucher an und hat sich als Treffpunkt für Freunde vorweihnachtlicher Gaumenfreunden einen Namen gemacht. Allein die Vielfalt der gespendeten Plätzchen war ein optischer und kulinarischer Genuss. Der Erlös der Veranstaltung wird regelmäßig an soziale Einrichtungen gespendet. "Wir danken den Initiatoren und vielen freiwilligen Helfern der Gemeinde Hofhegnenberg, die eine solche Veranstaltung überhaupt ermöglichen", so Gert Stephan, Geschäftsführer des Fritz-Felsenstein-Hauses. "Der gespendete Betrag kommt direkt den uns anvertrauten jungen Leuten zu Gute."


Was Hänschen lernt: Schüler der Fritz-Felsenstein-Schule praktizieren gesunde Ernährung

16 Schüler der Fritz-Felsenstein-Schule in Königsbrunn haben Ernährungserziehung jetzt ganz praktisch erlebt. Im Rahmen des Projektes "Gesunde Ernährung" haben die Sechs- bis Neunjährigen der Eingangsstufe außerhalb der regulären Unterrichtszeit gemeinsam eine Gemüsepizza sowie eine leckere Nachspeise zubereitet.

Hintergrund dieses Projektes ist die Ernährungserziehung, die laut Lehrplan bei den Schülern des Kompetenzzentrums für körperbehinderte Kinder und Jugendliche das Bewusstsein für eine regelmäßige und ausgewogene Ernährung schärfen soll. Im Sachunterricht haben die Kinder erfahren, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit in hohem Maße mit einer richtigen Ernährung zusammen hängen. Wie gut eine gesunde Mahlzeit schmeckt und was alles dazu gehört, das durften die Schüler im konkreten Projekt umsetzen. Mit Unterstützung ihrer Lehrer Laura Hofmann und Günter Mairock wurde die Menge der benötigten Zutaten errechnet, die Einkaufsliste erstellt und eingekauft, der Teig geknetet, das Gemüse geschnitten und die Pizza belegt. Die Jüngsten unter ihnen waren für den Obstsalat zuständig, haben den Tisch gedeckt und passend zum bevorstehenden Osterfest die Tischdekorationen gebastelt. Natürlich schmeckte das Abendessen diesmal besonders gut. Spannend wurde der Abend auch deshalb, weil die Schüler nach dem Abspülen und Aufräumen auf einem Matratzenlager in der Schule übernachten durften.

Großen Wert legten die Lehrer auf Selbstständigkeit und Teamwork unter den jungen Pizzabäckern. "Behinderte Kindern tun sich schwerer, häusliche Tätigkeiten zu erledigen, oft wird ihnen zu Hause vieles davon abgenommen", weiß Günter Mairock, Lehrer an der Fritz-Felsenstein-Schule. "Wir wollen ihnen die Chance geben, praktisches Leben zu erlernen, damit sie später im Alltag weitgehend selbstständig zurechtkommen."


Winterzauber im Märchenzelt

Bei strahlendem Winterwetter und einem wärmendem Lagerfeuer konnten die Kinder des Fritz-Felsenstein-Hauses in Königsbrunn den Winterzauber des Märchenzeltes in vollen Zügen genießen. Zwei Tage lang war das mobile Zelt der Geschichtenerzähler auf dem Gelände des Kompetenzzentrums für körperbehinderte Kinder und Jugendliche aufgestellt. Dabei hatte das Repertoire der Märchenerzähler für jeden Geschmack etwas zu bieten: die Klassiker der Gebrüder Grimm standen ebenso auf dem Programm wie auch Abenteuermärchen, Indianer- oder Gruselgeschichten. Über 200 Kinder nahmen gemeinsam mit ihren Betreuern die Gelegenheit wahr, um bei einem Glas Punsch eine schöne Geschichte zu hören. Dass an dieser alten Tradition nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene Gefallen finden, zeigte die Abendveranstaltung "Von Liebe und Eros", an der zahlreiche Besucher aus den Wohngruppen des Fritz-Felsenstein-Hauses teilnahmen.

Finanziert wurde die Aktion aus Spendengeldern. Sylvia Reichart, Stellvertretende Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte und Organisatorin des Projekts, freute sich über die hohe Besucherzahl: "Unsere Kinder sind in Ihrer Mobilität sehr eingeschränkt, deshalb ist ein solches Angebot in unmittelbarer Reichweite etwas ganz Besonderes. Die Märchenerzähler haben es verstanden, für unser junges Publikum eine zauberhafte Atmosphäre zu schaffen."


Ehrenamtlich und motiviert - wie Jugendliche sich in Augsburg engagieren

Change-In steht für ein Projekt, das zeigt, dass Augsburger Jugendliche neugierig sind, Erfahrungen machen wollen und sich freiwillig engagieren - trotz G8, attraktiver Freizeitangebote und angeblicher Null-Bock-Mentalität.

Patricia ist zwölf, Schülerin am Holbein-Gymnasium und seit Beginn des Schuljahres dabei. Gemeinsam mit ihrer Freundin Beatrice verbringt sie regelmäßig einen Nachmittag im Internat des Fritz-Felsenstein-Hauses in Königsbrunn, wo körperbehinderte Kinder und Jugendliche betreut und gefördert werden. Weil sie gerne im Freien ist, hat sie sich für die Waldgruppe entschieden. Während der Spaziergänge, die sie mit der Betreuerin und drei Internatsbewohnern macht, unterhält sie sich mit den Jugendlichen, führt sie auch mal an der Hand, hilft beim An- und Ausziehen und geht dabei ganz ungezwungen mit ihnen um. Sie verbringt gerne einen Teil ihrer Freizeit mit ihnen und hat auch Spaß dabei. "Heute war´s mal wieder richtig lustig, wir haben viel gelacht", erzählt sie und strahlt dabei über´s ganze Gesicht. Für die beiden behinderten jungen Mädchen der Waldgruppe sind die Stunden mit Patricia etwas Besonderes, denn viel Kontakt zu nicht behinderten Gleichaltrigen haben sie nicht. Freundin Beatrice engagiert sich in der Töpfergruppe und lernt dort behinderte Kinder zu unterstützen ohne ihnen gleich jeden Handgriff abzunehmen. Patricia und Beatrice haben schnell verstanden, worum es im Fritz-Felsenstein-Haus geht: einfach da zu sein, sich auf die Internatsbewohner einzulassen und ein Gefühl für die jeweilige Situation zu entwickeln.

Das Freiwilligen Zentrum Augsburg und der Stadtjugendring haben 2003 in Zusammenarbeit mit den Schulen das Projekt Change-In gestartet, das bei den Schülern mittlerweile große Resonanz erfährt: 170 Schüler sind ehrenamtlich aktiv und das Interesse steigt. Betreut werden die Jugendlichen von so genannten Mentoren, den Sozialpaten, die ebenfalls ehrenamtlich den Kontakt zu den Schülern aufnehmen, sie an die jeweilige Einrichtung vermitteln und im Laufe ihrer Tätigkeit natürlich auch betreuen. "Hauptschule, Realschule, Gymnasium - bei uns sind alle Schularten vertreten, Schwerpunkte gibt es keine", so Hellmut Steffens, Mentor von Patricia und Beatrice. Jeweils 40 Stunden pro Halbjahr verbringen die 12- bis 16-Jährigen in einer sozialen, kulturellen oder ökologischen Einrichtung und übernehmen einfache Aufgaben. "Ganz hoch im Kurs stehen natürlich die Puppenkiste und der Zoo, aber auch Altenheime oder Kindergärten werden gern gewählt", so Steffens.

Diese Art des Engagements bietet den Schülern die Möglichkeit, die Vielfalt unserer Gesellschaft kennen zulernen und dabei ganz wichtige Erfahrungen zu machen: Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und letztlich auch die Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen. Und ganz nebenbei erfahren die Jugendlichen auch praktische Anregungen für die bevorstehende Berufswahl.

"Für uns ist die ehrenamtliche Tätigkeit ein wichtiger Baustein in unserer sozialen Arbeit; Bedarf haben wir immer", so Ursula Frenz, Internatsleiterin im Fritz-Felsenstein-Haus. "Bei Change-In gewinnt jeder: Die Schüler erlernen soziale Kompetenz auch im schwierigen Umfeld, gleichzeitig stellt die Kontinuität eines solchen Ehrenamtes für unsere Jugendlichen und Mitarbeiter eine feste und verlässliche Größe im Internatsalltag dar." Und das Wichtigste ist natürlich die Freude, die alle Beteiligten daran haben.

Patricia, derzeit einzige Schülerin des Holbein-Gymnasiums bei Change-In, jedenfalls weiß, dass sie sich im nächsten Schuljahr wieder engagieren wird, vielleicht mit einer neuen Aufgabe. Und dann werden auch etliche ihrer Freunde dabei sein, denn ihre Begeisterung für das Ehrenamt steckt an.


Handelshof spendet für das Fritz-Felsenstein-Haus

Ingrid Meilinger, Hausleiterin des Handelshofes in Königsbrunn überreichte Ulrike Wilfert vom Fritz-Felsenstein-Haus eine Spende in Höhe von 1.000 Euro. Das Geld kommt direkt der Arbeit mit körperbehinderten Kindern und Jugendlichen zu Gute. Möglich gemacht wurde dies durch eine Aktion der Handelshof-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre kreativen Bastelideen in vielen Freizeitstunden in die Tat umsetzten. Die nun gespendete Summe konnte beim anschließenden Verkauf der Arbeiten erzielt werden. Organisiert hatten dies die Azubis im Handelshof.

Der Einkaufsmarkt engagiert sich bereits zum vierten Mal in Folge für das Fritz-Felsenstein-Haus. ?Ich bin stolz auf unser Team, das sich auch dieses Jahr wieder dazu bereit erklärt hat zu helfen und freue mich, dass die Unterstützung dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird", so Ingrid Meilinger. Passend zur Faschingszeit und zur Freude der betreuten Kinder bekam Ulrike Wilfert, Leiterin der Schulvorbereitenden Einrichtung am Fritz-Felsenstein-Haus, noch einen lustigen Til Eulenspiegel überreicht.


Live Music Now bringt Saxophonisten ins FFH

Mit dem jungen Saxophonisten Hans-Christian Dellinger (28) war der Verein live music now nun zum zweiten Mal Gast im Fritz-Felsenstein-Haus. Die Kinder und Jugendlichen der Einrichtung für Körperbehinderte lauschten begeistert den Klängen klassischer Musik, argentinischer Tangos und moderner Stücke. Besonders beeindruckt zeigte sich das junge Publikum vom unterschiedlichen Klang der vorgestellten Instrumente Sopran-, Alt- und Bariton-Saxophon.

Der seit 2002 auch in Augsburg ansässige gemeinnützige Verein live music now wurde ursprünglich vom Geiger Yehudi Menuhin gegründet. Die Organisation, die in vierzehn europäischen Ländern tätig ist, hat sich zum Ziel gesetzt, Nachwuchsmusiker zu fördern und gleichzeitig dem Live-Musikbedürfnis von Menschen entgegenzukommen, denen ein Konzertbesuch auf Grund von Krankheit, Behinderung oder sozialen Zwängen nicht möglich ist.


Freude über gespendeten Kicker im FFH

Die Kinder und Jugendlichen des Kompetenzzentrums für Körperbehinderte in Königsbrunn zeigten sich begeistert über den neuen Kicker, den Ihnen Kerstin Scheffel von KS Entertainment gespendet hat. Das neue Freizeitspiel wurde mit tatkräftiger Unterstützung der Kinder und Jugendlichen im Internatsgebäude aufgebaut. Beim anschließenden ersten "Probeschießen" wurde der Kicker gleich bespielt und steht nun für gemeinsame Turniere zur Verfügung. "Gerade Kinder und Jugendliche, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, brauchen direkt am Wohnort Möglichkeiten, um mit Spiel und Spaß ihre Freizeit zu gestalten", so Kerstin Scheffel. Der Kicker ist eine willkommene Bereicherung für das Internat des Fritz-Felsenstein-Hauses, bei dem sich die Bewohner künftig noch häufiger zum gemeinsamen Spiel treffen werden.


Musical "Die Schöne und das Biest" im FFH

Die Kinder des Fritz-Felsenstein-Hauses kamen heute in den Genuss einer ganz besonderen Darbietung: vier Sänger und Schauspieler sowie der Pianist des Musicals "Die Schöne und das Biest" waren zu Gast in Königsbrunn, um in der Aula der Schule Ausschnitte aus der bekannten Geschichte "Die Schöne und das Biest" zu zeigen. Die Aufführung, die derzeit im Münchner Deutschen Theater vom Publikum gefeiert wird, verzauberte auch die Schüler im Fritz-Felsenstein-Haus. Vor allem die aufwendigen Originalkostüme und die gesangliche Leistung der Ensemble-Mitglieder - allen voran die Hauptdarstellerin Katrin Wiedmann als Bella - begeisterten ihr junges Publikum.

Auf deren Initiative hin geht die Veranstaltung im Fritz-Felsenstein-Haus zurück. Als Tochter des betreuenden Arztes Dr. Wiedmann liegen ihr die Kinder der Einrichtung für Körperbehinderte besonders am Herzen. "Ich musste meine Kollegen nicht erst überreden, sie waren ganz spontan bereit, hier mitzumachen", erzählt Wiedmann. Manfred Pschibul, der Rektor der Fritz-Felsenstein-Schule freute sich, dass so eine Aufführung auch ohne großen Aufwand in der Schule stattfinden kann. Die zauberhafte Geschichte über die Kraft der Liebe stellte für die Kinder einen gelungenen Start in die Weihnachtsferien dar.


Bildhände - Handbilder: Vernissage mit Lyrik und Musik in der Fritz-Felsenstein-Schule

Die Ausstellung "Bildhände - Handbilder" im Eingangsbereich der Fritz-Felsenstein-Schule in Königsbrunn wurde nun mit einer Vernissage eröffnet. Die rund 120 Besucher der Veranstaltung kamen in den Genuss einer gelungenen Mischung aus Lyrik, Musik und Malerei. Nach einer musikalischen Einstimmung mit Gitarren- und Hackbrettklängen und der Begrüßung durch den Schulleiter Manfred Pschibul wurde Lyrik und Malerei in Einklang gebracht: Karl Simnacher und Stefan Körner trugen Gedichte vor, die unter dem Motto "Lautmalerei" standen. Die beiden behinderten Jugendlichen rezitierten die Texte ohne Lampenfieber, jedoch mit viel Gespür und sichtlicher Freude.

Im Mittelpunkt des Abends standen die jungen Künstler der Werkstufe, von denen die rund 40 ausgestellten, teils großformatigen Acrylbilder auf Leinwand stammen. Gemalt wurde nach dem Konzept des Action-Painting: der Malprozess selbst und nicht das Ergebnis steht im Vordergrund. Der Künstler trägt die Farbe spontan auf, Dynamik und Bewegung spielen dabei eine wichtige Rolle. Gemalt wird im Sitzen, Stehen oder Liegen und mit allem was geeignet ist - oft auch nur mit den Händen.

Die beiden Initiatorinnen des Projekts Gerda Dörsch und Louise Finkl, Lehrerinnen an der Fritz-Felsenstein-Schule sind begeistert von den ausdrucksstarken Bildern ihrer Schützlinge: ?Wir sind stolz auf unsere Schüler, die mit viel Kreativität und Engagement beachtenswerte Kunst geschaffen haben." Für viele der Schüler ist es eine ganz besondere Erfahrung, dass Selbstgeschaffenes - speziell Kunstwerke - hohe Anerkennung findet. Der Schulleiter überreichte jedem Künstler zum Dank eine Rose. Die Bilder sind in den kommenden Wochen noch im Eingangsbereich der Fritz-Felsenstein-Schule zu sehen.


Bundestagsabgeordneter informiert sich über Situation des Königsbrunner Kompetenzzentrums

Dr. Rainer Stinner, Bundestagsabgeordneter der FDP und Kreisvorsitzender der Münchner FDP war im Fritz-Felsenstein-Haus zu Besuch, um sich über die aktuelle Situation der Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit Handicap zu informieren. Gerade weil der soziale Bereich nicht zu seinen Schwerpunktthemen gehört - Dr. Stinner ist ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages - galt diesmal sein besonderes Interesse der Einrichtung in Königsbrunn.

Während einer ausführlichen Gesprächsrunde bot Gert Stephan, Geschäftsführer des Fritz-Felsenstein-Hauses, zunächst einen Überblick über die nunmehr 37 Jahre alte Einrichtung und erläuterte den Alltag der rund 280 Kinder und Jugendlichen, die in Schule, Tagesstätte und Internat betreut und gefördert werden. Da das Kompetenzzentrum als eingetragener Verein besteht, gleichzeitig aber über 300 Mitarbeiter tarifrechtlich beschäftigt werden, steht das Fritz-Felsenstein-Haus vor besonderen Herausforderungen bei der Finanzierung - vor allem in Zeiten knapper Kassen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt jedoch, dass der Bedarf an Betreuung, qualifizierter Versorgung und Förderung körperbehinderter Kinder und Jugendlicher steigt. Im Regierungsbezirk Schwaben steht neben dem Fritz-Felsenstein-Haus lediglich noch eine zweite vergleichbare Einrichtung in Kempten zur Verfügung.

Vor 10 Jahren hatten wir Defizite bei der Qualifizierung des Personals - heute stellen unsere finanziellen Schwierigkeiten die größten Probleme dar", so Gert Stephan. Einen zweiten Stolperstein bei der Bewältigung ihrer sozialen Arbeit sieht die Geschäftsführung in der ansteigenden Flut an Vorschriften und bürokratischen Hürden, die es einzuhalten gilt. "Die Bürokratie bindet Kapazitäten, die wir dringend für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen brauchen", erläutert Stephan weiter. Dies und die Situation der Krankenkassen sollte auf politischer Ebene neu überdacht und auf ein praktikables Niveau gebracht werden, so die Bitte an den Bundestagsabgeordneten.

Beim anschließenden Rundgang durch das Fritz-Felsenstein-Haus und einem Besuch bei einer Wohngruppe des Internats zeigte sich Dr. Stinner beeindruckt von der sozialen Arbeit, die hier geleistet wird: ?Es ist eine besondere Herausforderung, junge Menschen mit Handicap auf ein Leben vorzubereiten, das ihren Möglichkeiten entsprechend auf mehr Selbständigkeit ausgerichtet ist," so Dr. Stinner. "Der Trägerverein des Fritz-Felsenstein-Hauses meistert dies trotz zunehmender Schwierigkeiten mit viel Engagement und Selbstbewusstsein."


Pädagogische Fortbildung im Fritz-Felsenstein-Haus

Der Bayerische Schulleiterverband (BSV) hat im Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn eine Fortbildung zum Thema "Verhaltensauffälligkeiten in der Schule" veranstaltet. Der Rektor der Fritz-Felsenstein-Schule Manfred Pschibul sowie die Leiterin des Bayerischen Schulleiterverbandes Brigitte Hofmann-Koch konnten rund hundert Teilnehmer aus dem gesamten südbayerischen Raum begrüßen. Das Kompetenzzentrum für körperbehinderte Kinder und Jugendliche war zum ersten Mal Gastgeber einer solchen Veranstaltung.

Prof. Dr. Winfried Palmowski von der Universität Erfurt zeigte zunächst die Problematik auf, die Lehrer bei der rechtzeitigen Erkennung von Verhaltensauffälligkeiten bei Schulkindern haben. In Vorträgen und Workshops haben sich Rektoren und Konrektoren von Förderschulen, Grund- und Hauptschulen eingehend über die Möglichkeiten der Unterstützung informiert, die Lehrkräfte in solchen Fällen bieten können. ?Die Zahl der Interessenten zeigt, wie groß der Bedarf an den Schulen ist, Lehrer und Pädagogen über dieses Thema aufzuklären und kompetente Hilfe im Schulalltag zu leisten", so Dr. Renate Menges, Konrektorin der Fritz-Felsenstein-Schule und Organisatorin der BSV Fortbildung. Dr. Menges betreut alle Förderschulen im Bayerischen Schulleiterverband und kennt die Schwierigkeiten der Einrichtungen mit verhaltensaufälligen Kindern.


Bäckerei Forster spendet Euro 500,- an das FFH

Hans Forster von der Bäckerei Forster in Königsbrunn hat nun zum vierten Mal in Folge dem Fritz-Felsenstein Haus eine Spende in Höhe von Euro 500,- überreicht. "Wir wollten eine soziale Einrichtung vor Ort unterstützen und die Kinder des Fritz-Felsensteinhauses liegen uns besonders am Herzen", so Forster. Während des Pausenverkaufs in der Schule des Fritz-Felsenstein-Hauses hat Forster selbst häufig Kontakt zu den Kindern und kennt viele von ihnen persönlich. Er engagiert sich zudem im Rahmen seiner Tätigkeit beim Eishockey-Club Königsbrunn für kostenlose Besuche der Kinder bei den Spielen der heimischen Mannschaft.


Nikolaus im Straßenbahndepot

Eine besondere Überraschung bereiteten die Stadtwerke Augsburg zehn Kindern und Jugendlichen aus Tagesstätte und Internat des Fritz-Felsensteinhauses sowie Kindern aus der Rudolf-Steiner-Schule. Sie trafen sich im Straßenbahndepot der Stadt Augsburg - und mit einer alten Straßenbahn kamen zwei Gäste angefahren, Nikolaus selbst sowie Kulturbürgermeisterin Eva Leipprand. Diese las den Kindern eine Nikolausgeschichte vor, verwöhnt wurden die Kinder zudem mit Säckchen mit Süßem und Stofftiere sowie leckerem Punsch. Danach konnten sich die Kinder ausgiebig alte und neue Straßenbahnen anschauen. Den Combino konnten sie sogar mit Rampe "besteigen", sich auch mal auf den Fahrersitz setzten oder heben lassen, laut bimmeln und Lichtsignale geben. Anschließend gab es noch eine Combino-Rundfahrt durch das Betriebsgelände.


Internetradio startet Benefizaktion für das FFH

Rund 2500 bis 3000 Internetnutzer besuchen täglich die Internetseite www.Hitradio-Msone.de, um dort Hits ab den 80er Jahren zu hören. Nun will die junge Augsburger Firma - das Radio wurde vor knapp einem Jahr beim "Mediencenter Augsburg" gegründet - seine Besucher nicht nur zum Hören, sondern auch zum Spenden animieren: Ab dem 1. Dezember bis zum 6. Januar 2005 können alle Hörer das Programm mitbestimmen - den Lieblingshit kann man sich für drei Euro wünschen, eine ganze Stunde Webradio nach eigenem Geschmack kostet 100 Euro. Der Erlös aus der Benefizaktion geht an das Fritz-Felsenstein-Haus für Körperbehinderte in Königsbrunn. "Wir wollten gezielt auch als Unternehmen einen Beitrag leisten, damit körperbehinderte Kinder und Jugendliche optimal unterstützt und gefördert werden können", so Geschäftsleiter Maximilian Krug. Mit dem Geld soll ein sogenanntes "Handybike" angeschafft werden, ein speziell für körperbehinderte Menschen konstruiertes Rollstuhlfahrrad.


Kosmetikkurs bei Parfümerie Naegele für Mädchengruppe des Fritz-Felsenstein-Hauses

"Wie mache ich das Beste aus meinem Typ"? Diese Frage stellen sich Mädchen und junge Frauen immer wieder. Und auch Laura, Daniela, Katrin und Sarah machen da keine Ausnahme. Die 15jährigen, die in der Mädchengruppe des Fritz-Felsenstein-Hauses für Körperbehinderte in Königsbrunn aktiv sind, wollten es nun aber ganz genau wissen. Auf Initiative von Lehrerin Monika Breit-Ott bekamen sie nun die Gelegenheit, eine Kosmetikerin aufzusuchen. Bei der Parfümerie Naegele in Augsburg war man sofort bereit, eine Mitarbeiterin für die vier jungen Damen für eine kostenlose Beratung und Schminken zur Verfügung zu stellen. Kosmetikerin Susanne Gistl führte die jungen Frauen in die Grundlagen ein, bevor sie jedem der Mädchen ein individuelles Make-up fertigte. "Wichtig ist es immer, dass man trotz Schminke natürlich bleibt", so Susanne Gistl.

Doch schon kleine Kniffe zeigten bei den vier große Wirkung: "Ich erkenne mich kaum wieder", freute sich Laura.

In erster Linie wollten die Mädchen etwas für sich tun, "damit man sich halt wohl fühlt in seiner Haut", sagt Daniela, "aber natürlich will man auch anderen gefallen". Sprich: dem anderen Geschlecht. Auch junge Frauen mit einer Körperbehinderung haben ganz selbstverständlich die gleichen Wünsche und Bedürfnisse wie nichtbehinderte Mädchen, aber stoßen eben auch auf besondere Barrieren. Wie man mit seinen Gefühlen umgehen kann und das eigene Selbstbewusstsein stärk, das sind unter anderem Themen in der Mädchengruppe. "Und da gehören diese Fragen um das Aussehen, um Kleidung und Schminke eben dazu", so Monika Breit-Ott.


Eisessen mit dem Bezirkstagspräsidenten

Ein Mann, ein Wort und viele Eisbecher: Bei der Eröffnung des neuen Internats des Fritz-Felsenstein-Hauses hatte Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert einigen Jugendlichen, die mit ihm den Festgästen das Leben im Internat vorstellten, spontan für ihr Engagement ein Eis versprochen. Knapp zwei Wochen später machte Reichert die Einladung wahr: Im Café Müller in Königsbrunn traf er sich mit Melih, Salih, Andrea und Thomas und spendierte aus privater Tasche die Eisbomben.

Eine gute Gelegenheit für die Jugendlichen, den Bezirkstagspräsidenten auszufragen - insbesondere waren sie auch interessiert am Alltag für die gleichaltrigen Jugendlichen in der St. Gregor-Jugendhilfe, deren Direktor Reichert ist.

Und die jungen Leute erzählten von ihren eigenen Anliegen: So hatte der 18jährige Melih bei der Internatseröffnung spontan Königsbrunns Bürgermeister Ludwig Fröhlich nach einem Praktikumplatz in der Stadtverwaltung gefragt. "Der Mut hat sich gelohnt", freute sich Melih, "ab 8. November darf ich für zwei Wochen im Rathaus mitarbeiten". Das Entgegenkommen der Königsbrunner Verwaltung sei vorbildlich, lobte Reichert, "es müsste aber noch mehr solche Möglichkeiten geben". Oftmals sei zwar auch bei privaten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen der Wille da, "aber es scheitert dann an den Rahmenbedingungen, die selbst einen befristeten Praktikumeinsatz für Rollstuhlfahrer unmöglich machen", stellte Reichert im Gespräch mit Internatsleiterin Ursula Frenz fest.

So ist auch die 18jährige Andrea noch auf der Suche nach einem Praktikum zur Berufsvorbereitung in einer Verwaltung oder im Bürobereich einer Behörde und der 17jährige Salih schaut nach einem Betrieb, der ihm schnupperweise im Rahmen des Schulunterrichtes Einblick bewährt.


Herbstwanderung mit "Rollis" und Hunden

Zu einer Wanderung durch die herbstliche Königsbrunner Heide traf sich eine bunte Gruppe von 22 Wanderlustigen - darunter einige Rollstuhlfahrer - und zehn Hunden am Fritz-Felsenstein-Haus für Körperbehinderte in Königsbrunn. Während der Tour, die über drei Stunden dauerte, hatten die behinderten Teilnehmer reichlich Gelegenheit, mit den Hunden auf Tuchfühlung zu gehen. Es wurde gestreichelt, gespielt und reichlich Leckerlis verteilt. Sogar das Wetter legte für die Wanderung eine "Regenpause" ein, damit der wunderschöne Herbstwald in vollen Zügen genossen werden konnte. Zum Abschluss gab es für die Tourengänger noch einen geselligen Plausch bei Kaffee und Kuchen im Italienischen Hof des Fritz-Felsenstein-Hauses. Organisiert wurde der Ausflug von der OBA ("Offene Behindertenarbeit") des Fritz-Felsenstein-Hauses mit Unterstützung der Hunde-Besuchsgruppe "FELLSI".


Fortbildungen für die Arbeit mit behinderten Menschen

Eine Reihe von Fortbildungen, die auch von Mitarbeitern anderer sozialer Einrichtungen besucht werden können, bietet nun das Fritz-Felsenstein-Haus für Körperbehinderte in Königsbrunn an.

Das Thema "Sexualität und Behinderung" steht von Mittwoch, 27. Oktober, bis Freitag, 29. Oktober, auf dem Programm. Sexualpädagogin Heidi Walter und NLP-Practioner Andreas Sayer zeigen bei dem Seminar in der pro familia Beratungsstelle, Hermannstraße 1, Augsburg, auf, wie im pädagogischen Alltag mit diesem Thema umgegangen werden kann. Ergotherapeuten und eine Lehrerin der Einrichtung führen am Donnerstag, 11. November, von 13.30 bis 16.00 Uhr in den Umgang mit Talkern ein. Am Freitag, 25. Februar 2005, wird von 9.00 bis 16.00 Uhr im Fritz-Felsenstein-Haus, Karwendelstraße 6-8, Königsbrunn, über Shiatsu informiert. Shiatsu ist ein körperorientierter Ansatz, der auch für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung ausgearbeitet ist. Anmeldungen zu den Fortbildungen sind ab sofort möglich unter Telefon 08231/6004-28 oder per email alf.leber@felsenstein.org .


Festakt mit viel Prominenz zur Internatseröffnung

Es war ein großer Tag für Melih, Salic, Thomas, Andrea und die anderen jungen Leute, die im neuen heilpädagogischen Internat des Fritz-Felsenstein-Hauses für Körperbehinderte in Königsbrunn wohnen. Nicht nur, dass zur Eröffnung der neuen Wohngruppen zahlreiche Prominente - rund 100 Gäste wurden beim Festakt gezählt - gekommen waren, sondern die vier wurden stellvertretend für alle Internatsbewohner von Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert interviewt. Die 18jährige Andrea zeigte sich dabei ganz beigeistert von den neuen Wohnmöglichkeiten. "Ich bin jetzt schon seit 13 Jahren im Internat, aber so schön war es hier noch nie", erzählte die junge Frau spontan dem Bezirkstagspräsidenten.

Woran das liegt, das verdeutlichte sie den zahlreichen Gästen bei der anschließenden Führung: Selbst in ihrem breiten Elektro-Rollstuhl hat Andrea nun in den neuen Internatsräumen genügend Platz und Mobilität. Große, helle Räume, stimmig eingerichtete Ein- und Zweibettzimmer, moderne technische Möglichkeiten, die es auch schwerbehinderten Kindern erlauben, möglichst selbstständig zu agieren, indem sie beispielsweise Fenster, Jalousien, aber auch die Stereoanlage mit einer Umfeldsteuerung bedienen - all das und vieles mehr zeichnet das Internat an Schwabens größter Einrichtung für Körperbehinderte aus.

Möglich, so wurde bei den zahlreichen Grußwörtern deutlich, war dies vor allem durch die breite öffentliche Unterstützung, die das Fritz-Felsenstein-Haus bei diesem Projekt erhielt. "Schule, Tagesstätte und die anderen Bereiche unseres Hauses bilden das Fundament - mit dem neuen Internat haben wir darüber nun ein passendes Dach geschaffen", betonte Werner Alig, 1. Vorsitzender des Trägervereins der Einrichtung. Die Verbundenheit mit den Gebietskörperschaften vermittelten Augsburgs Sozialreferent Konrad Hummel, Klaus Riehle für den Landkreis Augsburg, stellvertretender Landrat Rupert Reitberger für den Landkreis Aichach-Friedberg sowie Königbrunns Bürgermeister Ludwig Fröhlich. Für das bayerische Sozialministerium, das von den Baukosten rund 1,2 Millionen Euro übernahm, hob Herr Loder den Stellenwert der Einrichtung auch in überregionaler Hinsicht hervor. Neben dem Freistaat sorgten jedoch vor allem private Spender, darunter zahlreiche Einzelpersonen, Organisationen und Unternehmen, und Stiftungen dafür, dass der 2,9 Millionen Euro teure Bau in rund anderthalb Jahren Bauzeit bewältigt werden konnte. Stellvertretend dafür sprach Ellinor Holland von der "Kartei der Not", dem Leserhilfswerk der Augsburger Allgemeinen und der Allgäuer Zeitung. Allein die Kartei der Not hatte das Projekt mit 130.000 Euro unterstützt. "So bemerkenswert wie das Projekt an sich ist die Tatsache, dass ein Drittel der Gesamtkosten von Spendern und Stiftungen kommt", so Ellinor Holland. So sei das neue Internat auch das Ergebnis einer Anstrengung vieler engagierter Menschen. "Für die Kartei der Not war dies fast selbstverständlich - denn das Internat mit seinem pädagogischen Konzept ermöglicht jungen Menschen das Leben in größtmöglicher Selbstständigkeit, ein Ziel, das wir auch mit unserem Hilfswerk verfolgen", so Ellinor Holland. Auch die "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks hatten sich erneut für das Fritz-Felsenstein-Haus engagiert. Schatzmeister Manfred Klein überbrachte beim Festakt einen Scheck von 100.000 Euro. Zwar habe sich der Bezirk Schwaben an den Umbaukosten selbst nicht beteiligen können, so betonte Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, doch sei man der Einrichtung auch über die laufenden Kosten im Rahmen der Eingliederungshilfe eng verbunden. "Die Notwendigkeit der Sanierung und des Umbaus sind unbestritten", betonte Reichert, "umso anerkennenswert ist das private Engagement, das die öffentliche Hand in gewisser Weise natürlich auch entlastet". Dies sei Bürgerengagement par excellence, "unabhängig davon wie hoch der Spendenbetrag ist - auch die Rentnerin, die von ihrer Rente 50 Euro für das Projekt abzweigt, verdient dafür höchste Anerkennung".


Wohnen mit Freiraum - das neue Internat am FFH

Das neue heilpädagogische Internat des Fritz-Felsenstein-Hauses für Körperbehinderte in Königsbrunn ist vorbildlich in mehrerer Hinsicht: Denn es zeigt beispielhaft, wie zugleich kosteneffizient und innovativ barrierefreies Wohnen für körper- und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche verwirklicht werden kann. Zur offiziellen Einweihung am Freitag, 1. Oktober, werden zahlreiche prominente Besucher aus der Stadt Augsburg und den umliegenden Landkreisen erwartet.

Zeitgemäß, den Maßstäben der Behinderten- und Jugendpädagogik heute entsprechend und schon jetzt ein Vorzeigeobjekt für barrierefreies Bauen: In rund anderthalb Jahren Bauzeit entstand in Schwabens Kompetenzzentrum für körperbehinderte Kinder und Jugendliche ein beispielgebendes Internatsangebot. "Wir wollten nicht nur das 30 Jahre alte Internat sanieren, sondern einen gestalterischen Neuanfang wagen, bei dem Wohnen und Pädagogik Hand in Hand gehen", so der Geschäftsführer des Fritz-Felsenstein-Hauses, Gert Stephan.

Die Einrichtung, die auch eine Schule, eine heilpädagogische Tagesstätte, eine große Therapieabteilung sowie weitere Abteilungen vorhält (siehe Beiblatt), bietet im neuen Internat Platz für insgesamt 40 Kinder und Jugendliche zwischen vier und 21 Jahren. Die Gruppen sind alters- und geschlechtsgemischt, der Schweregrad der Behinderung ist unterschiedlich. "Insgesamt haben wir jetzt sechs Wohngruppen mit verschiedenen Größen von vier bis neun Plätzen", erläutert Internatsleiterin Ursula Frenz, "das ermöglicht eine eigene Schwerpunktsetzung in jeder Gruppe".

Mit freundlichen Möbeln ausgestattete Ein- und Zweibettzimmer, weitgehend barrierefreie Bäder und Küchen, Freizeitmöglichkeiten in einem Werk- und Kreativraum, einem Jugend- und Partyraum sowie einem Hausaufgabenraum, der mit Computern und Internetanschluss ausgestattet ist, runden das Bild ab. "Darüber hinaus verfügen fünf Zimmer über eine Umfeldsteuerung", erklärt Ursula Frenz, "die es Kindern und Jugendlichen, die stark in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ermöglicht, trotzdem ihren Alltag selbständiger zu gestalten - in dem sie Fenster, Türen, Jalousien, Zimmerbeleuchtung, aber beispielsweise auch die Stereoanlage über eine Fernbedienung nutzen können".

Doch nicht nur Ausstattung und Konzept des Internats haben Vorzeigewert, auch bei der Finanzierung ging das Fritz-Felsenstein-Haus innovative Wege. "Wir wollten mehr Freiraum im Wohnen für die von uns geförderten Kinder und Jugendlichen - es war aber auch klar, dass wir unsere Vision von einem modernen heilpädagogischen Internat nicht allein mit Mitteln der öffentlichen Hand und aus Eigenmitteln bewältigen können", so stellvertretender Geschäftsführer und Projektleiter Gregor Beck. Also sei man mit der "Aktion Freiraum" an die Öffentlichkeit gegangen. "Die Resonanz war überwältigend - mit unserem Projekt konnten wir zeigen, dass Privatpersonen und Stiftungen sich mit entsprechendem Engagement davon überzeugen lassen, auch in die Förderung größerer gemeinnütziger Projekte zu investieren."

Rund 1,2 Millionen Euro der knapp 2,9 Millionen Euro Baukosten kommen vom Freistaat Bayern. Mit über 715.000 Euro haben Stiftungen einen großen Anteil an der Verwirklichung der "Aktion Freiraum": So die "Aktion Mensch" mit 250.000 Euro, die Bayerische Landesstiftung mit 120.000 Euro, "Sternstunden" des Bayerischen Fernsehens mit 100.000 Euro, die Bonner "Stiftung Wohnhilfe" mit rund 92.000 Euro sowie "Antenne Bayern hilft" mit knapp über 25.500 Euro. Das Leserhilfswerk der Augsburger Allgemeinen und der Allgäuer Zeitung, die "Kartei der Not", engagierte sich mit dem immensen Beitrag von rund 130.000 Euro bei der Finanzierung. "Unser Dank gilt aber auch den zahlreichen Privatpersonen, Organisationen, Vereinen und Unternehmen, die unsere Kampagne unterstützt haben", betont Gregor Beck, "beispielsweise hat das Bauzentrum Mahler in 3 Jahren über 20.000 Euro für uns gesammelt. Insgesamt sind bisher über 120.000 Euro an Spenden für die "Aktion Freiraum" zusammengekommen."

Durch dieses Engagement sei es erst möglich geworden, "dass ein Internat entstehen konnte, in dem unsere Mitarbeiter die Möglichkeit haben, die Leitziele unserer pädagogischen Arbeit voll umzusetzen", meint Gert Stephan. "Freiraum" bedeute eben auch, dass die Bewohner des Internats die Möglichkeit haben, mit Unterstützung durch moderne Technik selbständig zu leben, in der Gemeinschaft soziale Kompetenzen entwickeln zu können, "aber gleichzeitig auch einen angemessenen privaten Rückzugsraum zu haben".


Deutsch-rumänisches Projekt für Kinder

Unter der Trägerschaft des Vereins Humanitas Aichach und mit Hilfe des Fritz-Felsenstein-Hauses für Körperbehinderte in Königsbrunn kam eine besondere Art der Begegnung zustande. Finanziert wurde dieses Projekt durch die Stiftung "Aktion Mensch".

Diese ermöglichte den einwöchigen Aufenthalt von insgesamt sieben rumänischen Kindern mit ihren Begleitpersonen im . Schullan dh eim Dinkelscherben. Der Aufenthalt diente auchg der Integration und dem Zusammensein von Kindern mit und ohne Behinderung.

Die 15 Personen starke rumänische Gruppe aus Bukarest, Kronstadt und Deva fühlte sich in Schwaben sofort wohl. "Das wurde auch an ihren spontanen Äußerungen deutlich", so Projektleiterin Dr. Renate Menges vom Fritz-Felsenstein-Haus, die den Aufenthalt auch aufgrund ihrer guten Kontakte nach Rumänien ermöglicht hatte.

Erleichtert wurde die Aktion, "weil viele Rumänen sehr gut Deutsch sprechen deutsch, so auch diese Kinder", freute sich Menges. Doch nicht nur zur Vertiefung der Fremdsprache diente der Aufenthalt - auch Spiel und Freizeit kamen nicht zu kurz, ebenso lernten die Kinder neue Therapien für Körperbehinderte kennen, die am Fritz-Felsenstein-Haus bereits etabliert und gut erprobt sind. "Große Augen machten Betreuer und Eltern auch bei unserem Besuch im Fritz-Felsenstein-Hause", so Renate Menges, "die Ausstattung unserer Einrichtung ist mit den Möglichkeiten in Rumänien, das ja das ärmste Land Europas ist, natürlich nicht zu vergleichen". Viele Hilfsmittel wurden fotografiert - "die Eltern haben vor, sie zuhause nachzubauen", betont die Pädagogin. Nicht anders lief der Besuch im Die Selbstverständlichkeiten hatten alle ihre größten Bewunderer gefunden. Trainings- und Fitnesszentrum Fittnesszentrum Aichach ab.

Ein Höhepunkt des Aufenthalts war für die Kinder natürlich ein Besuch im Freizeitpark das Legoland in Günzburg sowie eine gemeinsame Malaktion mit dem Künstler, Georg Starringer, zu der auch Kinder aus dem Fritz-Felsenstein-Haus, der Ursberger Gehörlosenschule und der Friedberger Hauptschule kamen. Die dabei entstandenen Ausgestellt werden die Bilder wird in einer Aktion von Humanitas Aichach im Januar 2005 im Sissi auf dem Sisi -Schloss in Unterwittelsbach ausstellen. . Renate Menges, Konrektorin an der Schule des Fritz-Felsenstein-Hauses und Lieselotte Pfundmair, Vorstandsmitglied von Humanitas Aichach, waren mit der Aktion sehr zufrieden. Beide hoffen, dass. Aber am schönsten waren die Kinderaugen im schullandeigenen Schwimmbad. Am Freitag zur Abreise war klar. Das war ein ähnliches Projekt auch im nächsten Jahr möglich wird, "denn e s war für alle Beteiligten eine Bereicherung."


Augsburger Pfadfinder laden Körperbehinderte zum Zelten ein

Sonst ist der Pfadfinder-Stamm "Salomon Idler" zwar im Augsburger Univiertel zuhause, nun aber verlegten die jungen Leute ihr Domizil für einige Tage an die Rückenmühle zwischen Zusmarshausen und Dinkelscherben. Die 16- bis 25jährigen hatten sich für ihr Zeltlager heuer etwas besonderes ausgedacht: Sie luden über das Fritz-Felsenstein-Haus acht Rollstuhlfahrer zum Mitmachen ein. Für viele der ehemaligen Besucher der Körperbehinderteneinrichtung in Königsbrunn, die über die Offene Behindertenarbeit Kontakt halten, war es der erste Zeltausflug ihres Lebens. Das Ganze wurde zudem in einem lustigen Dokumentarfilm festgehalten. "Alle Teilnehmer wollten die Tage für ein gemeinsames Projekt nutzen, bei dem jeder mitmachen konnte, unabhängig von der Behinderung", erläutert Rudi Neef vom Fritz-Felsenstein-Haus. Auch nach dem gemeinsamen Zeltlager will man Kontakt halten und eventuell neue Aktivitäten zusammen planen.


Spaß mit Balancekünstlerin Dodo und Muskelprotz Steuerbert

Wenn Balancekünstlerin Dodo und Muskelprotz Steuerbert aktiv sind, dann ist Spaß und Bewegung im Fritz-Felsenstein-Haus angesagt: Rund 60 Kinder aus acht Klassen nahmen nun mit ihren Lehrern und den Mitarbeitern im Erziehungs- und Pflegedienst der Einrichtung für Körperbehinderte an der "Knaxiade" teil.

Die Knaxiaden wurden 1994 vom Turnbezirk Schwaben und den Schwäbischen Sparkassen ins Leben gerufen. "Ziel ist es, bei Kindern körperliche Schäden und Gesundheitsrisiken zu vermeiden, indem man ihnen den Spaß an der Bewegung vermittelt", so Günter Mairock, Lehrer am Fritz-Felsenstein-Haus. Zwar wurden im ursprünglichen Konzept Kinder mit einer Körperbehinderung nicht berücksichtigt, "aber für sie gelten diese Ziele selbstverständlich genauso", betont Mairock, "auch sie brauchen eine Förderung in der Motorik und Bewegungsfähigkeit und entwickeln zudem bei den gemeinsamen Spielen soziale Kompetenzen und gewinnen Selbstvertrauen".

In erster Linie soll die Knaxiade jedoch Spaß machen. "Sportliche Rekorde überlassen wir den Olympiateilnehmern", scherzt Mairock, "bei uns geht es wirklich um das Dabeisein". Deshalb waren die Stationen auch sehr kindgerecht aufbereitet: Neben Balancekünstlerin Dodo, die zu Balancierübungen mit Sandsäckchen, auf der Langbank und am Bodentau herausforderte, gab es noch vier weitere lustige Stationen. "Wir haben dabei alle so umgearbeitet, dass eben auch beispielsweise Rollstuhlfahrer teilnehmen konnten", erläutert Günter Mairock.


"Liebe ist alles": gemeinsames Theaterprojekt von Aichacher und Königsbrunner Förderschule

"Liebe ist alles" - unter diesem Leitsatz steht das Bühnenstück von 21 Schülerinnen und Schülern eines Kooperationsprojektes der Schule am Fritz-Felsenstein-Haus (Königsbrunn) und der Edith-Stein-Schule (Aichach). Die Jugendlichen präsentieren in ihrem Stück eigene Ideen und Gedanken zu Liebeskummer, Eifersucht und Verliebtheit.

Eine hoch gelobte Premiere feierte die Klasse 6/7B der Fritz-Felsenstein-Schule Königsbrunn und die AG Schulspiel der Edith-Stein-Schule Aichach bei den Schwäbischen Schulspieltagen in Immenstadt. Die beiden Gruppen präsentierten ihr gemeinsam erarbeitetes Stück "Liebe ist alles" bei der von der Regierung von Schwaben in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Arbeitskreis Schulspiel ausgerichteten Veranstaltung.

Zu Beginn des Schuljahres entstand die Idee einer Kooperation zwischen den beiden Förderschulen mit dem Ziel, ein gemeinsames Theaterstück zu produzieren. Nach einer ersten Phase des Kennenlernens zwischen den Jugendlichen stand schon bald das zentrale Thema des Stückes fest. Aus ihrer eigenen Erfahrungswelt entwickelten die Schüler und Schülerinnen kurze Szenen zu verschiedenen Aspekten der Liebe wie Liebeskummer, Eifersucht, Verliebtheit und Konkurrenzverhalten.

Da ist Jacky, der sich bei Lena entschuldigen möchte. Oder Dani, der zusammen mit seinem Kumpel Nelly Yvonne umgarnt. Da ist Mary-Lou, die Otto liebt, er sie aber nicht mehr, was wiederum Saskia ganz interessant findet. Oder Hannah, die eifersüchtig auf ihre Schwester ist und ihren Partner Eddie zur Rede stellt. Und da sind zwei alte Damen, die im Park warten...

Im Februar meldete sich die Gruppe bei den Schwäbischen Schulspieltagen an. Nach einem Besuch der Jury folgte prompt die Einladung nach Immenstadt. Die Produktion gehörte somit zu den 14 Stücken, die aus 36 Bewerbungen ausgewählt wurden.

Neben der positiven Resonanz der Bühnenleistung der Schüler und Schülerinnen, ist vor allem hervorzuheben, dass durch das Projekt Vorurteile und mögliche Ängste im Umgang zwischen Schülern und Schülerinnen mit und ohne körperlicher Behinderung abgebaut wurden, und das nicht nur innerhalb der Schulspielgruppe. Auch bei den anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Schwäbischen Schulspieltage rückte die körperliche Beeinträchtigung in den Hintergrund und die spielerischen Fähigkeiten der Förderschüler und Förderschülerinnen wurde gewürdigt.

Die Verwirklichung des Projekts stand zunächst in Frage, und konnte nur durch die finanzielle Zuschüsse verschiedener Geldgeber gesichert werden. Besonders der Förderverein der Edith-Stein-Schule, der Elternbeirat der Fritz-Felsenstein-Schule und das Busunternehmen Spindler unterstützten das Vorhaben.


Liebe zur Musik spielte die erste Geige - Konzert am FFH

Helga Müller ist begeistert: "Soviel Zuhörer hatten wir noch nie bei einem unserer Konzerte", freut sich die Vorstandsfrau vom Verein "Live Music Now Augsburg". Doch nicht nur für Helga Müller ist es ein besonderer Tag, sondern ebenso für die 15jährige Geigerin Natalia Ladstätter, die erstmals für den Verein auftritt, aber auch für die zahlreichen Schüler aus dem Fritz-Felsenstein-Haus, die sich in den Zauber der klassischen Musik einführen lassen.

Das ist das Konzept des Vereins, der von dem weltberühmten Geiger Yehudi Menuhin gegründet wurde: Er war überzeugt von der heilsamen Wirkung der Musik und wollte daher auch sozial oder politisch benachteiligten Menschen einen Zugang ermöglichen. Zugleich sollte damit Nachwuchsförderung für junge Künstler betrieben werden.

In Augsburg wurde "Live Music Now" vor zehn Jahren gegründet und seither spielten schon viele begabte junge Musiker in Krankenhäusern, Altenheimen, in einer Strafanstalt ebenso wie auf der Onkologischen Station der Kinderklinik. "Schon lange wollten wir auch einmal in das Fritz-Felsenstein-Haus kommen", so Helga Müller, "und die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen hier zeigt sich, dass das gut war".

Rund 100 Schüler lauschten der jungen Natalia, die aus dem österreichischen Bregenz kommt, aber einmal in der Woche an der Musikhochschule Augsburg studiert. Die junge Frau ist talentiert - so gewann sie den österreichischen Wettbewerb "Jugend musiziert". Und auch das Auswahlverfahren bei "Live Music Now" setzt strenge Maßstäbe an die jungen Künstler an. Ein bisschen aufgeregt ist sie trotz mancher vorheriger öffentlicher Auftritte schon im Fritz-Felsenstein-Haus: "Ich wusste nicht richtig, was mich erwartet", sagt Natalia Ladstätter. Doch der Funke springt schnell über, zumal die 15jährige alle Stücke kindgemäß erklärt, gerne Fragen beantwortet und auch Wünsche wie beispielsweise den nach Mozarts kleiner Nachtmusik erfüllt.

"Für unsere Schüler ist Musik ein wichtiges Element, auch weil sie Kinder emotional anspricht", sagt stellvertretender Schulleiter Markus Elser. Musiktherapie sei in der Arbeit mit körper- und mehrfachbehinderten Kindern von großer Bedeutung, "allerdings wird dies von der öffentlichen Hand nicht finanziert".

Auch die Mitarbeiter des Fritz-Felsenstein-Hauses genossen das Konzert, dessen Unkosten - unter anderem ein kleines Honorar für die Künstlerin - der Verein "Live Music Now" übernahm. Da der Verein selbst in seiner Arbeit auf Spenden angewiesen ist, wird Freunden der klassischen Musik im Herbst dieses Jahres noch ein musikalisches Bonbon geboten - ein Benefizkonzert im Kurhaus Göggingen. Kontakt zu "Live Music Now Augsburg" ist unter der Telefonnummer 08266/862590 möglich.


Olympischer Gedanke beim Sommerfest des Fritz-Felsenstein-Hauses

Dabei sein ist alles - dieses Motto gilt offensichtlich nicht nur für die anstehende Olympiade in Athen, sondern auch für das Sommerfest des Fritz-Felsenstein-Hauses. Denn dort hatten sich wieder mehrere hundert Besucher von dem bunten Programm anlocken lassen, das heuer natürlich ganz im Zeichen von Olympia stand.

Der Arbeitskreis rund um Sylvia Reichart von der Tagesstätte der Einrichtung für Körperbehinderte hatte wieder eine Mischung als Altbewährtem und neuen Programmpunkten auf die Beine gestellt. "Für die Kinder, aber auch für viele Erwachsene ist natürlich immer unsere Spielestrasse eine Attraktion", so Sylvia Reichart. Die schlängelte sich sozusagen heuer das erste Mal um die ganze Einrichtung. Bei mehr als 20 Stationen konnten die Besucher ihr Geschick im Bälle werden, Schatz suchen, Rennfahren und anderen Spielen ausprobieren - auch hier war der olympische Gedanke nicht zu übersehen, würden sogar alte griechische Disziplinen wie der Speerlauf wieder zum Leben erweckt. Das die zum Teil mit viel Phantasie selber von den Mitarbeitern entworfenen Spiele gut ankamen, zeigte sich schnell - da drängelte beispielsweise die vierjährige Alicia ihre Mama, "weil es da soviel zu tun gibt".

Doch in Stress sollte das Sommerfest beileibe nicht ausarten - so gab es in der Cafeteria sowie auf dem Schulhof Gelegenheit Pause zu machen und die Küche des Fritz-Felsenstein-Hauses zu testen. Koch Wolfgang Franzrahe servierte sportlich leichte Salate für die Olympioniken, währen etliche Mitarbeiter der Therapie und Tagesstätte am Grill schwitzten. Außerdem heizten dort auch die "High-Flights" ein - mehr musikalisch zwar, aber auch olympisch mit Pop und Rock rund um den Globus.

Gedränge ebenfalls bei den Planwagenfahrten, den Oldtimer-Rundfahrten, am Flohmarkt und der Tombola. "Darüber hinaus wollen wir unseren Gästen auch immer noch ein besonderes Programm bieten", so Sylvia Reichart. Heuer trug dazu unter anderem eine Trommelgruppe aus der Tagesstätte bei - so konnten die Kinder ihren Eltern, Geschwistern und den anderen Festgästen zeigen, was auch musikalisch im Fritz-Felsenstein-Haus geschieht. Vom TSV Neusäß kam eine Turngruppe mit Mädchen zwischen sieben und 16 Jahren, die mit ihren akrobatischen Vorführungen auf begeisterten Applaus stießen, ebenso wie eine Jongliergruppe, die mit zu den Programmhöhepunkten zählte.

Aber auch dort, wo Information geboten war, war die Nachfrage groß - beispielsweise am Stand des Elternbeirats, der heuer erstmals beim Sommerfest mitvertreten war und ebenso bei den zahlreichen Führungen durch das neue Internat. Beeindruckt von dem grundlegenden Umbau und Modernisierung zeigten sich nicht nur einige "Ehemalige", sondern auch Bundestagsabgeordneter Christian Ruck (CSU), einer der prominenten Sommerfestgäste.

Internatsleiterin Ursula Frenz und weitere Mitarbeiter führten im Halbstundentakt durch die neuen Räume. "Das ist nicht wiederzuerkennen", staunte eine junge Frau, die vor rund zehn Jahren das Felsenstein-Haus besucht hatte.


Polizeischüler spenden für das Fritz-Felsenstein-Haus

"Wir wollten einfach etwas Gutes tun", sagt Claudia Huber. Und weil die Bereitschaftspolizei Königsbrunn schon zahlreiche Kontakte zum Fritz-Felsenstein-Haus pflegt, lag der Spendenzweck nahe. Die Schüler aus dem 17. Ausbildungsseminar der Bereitschaftspolizei legten zusammen und spendeten nun Sportgeräte für rund 310 Euro an die Einrichtung für Körperbehinderte, unter anderem eine lang ersehnte Torwand und ein Badminton-Set.

Klassensprecherin Claudia Huber und Seminarleiter Gerhard Grabwoski konnten sich gleich vor Ort von der sinnvollen Anwendung des Geschenks überzeugen: Beim Schulsportfest waren rund 160 Polizeianwärter als Helfer dabei. "Ohne diese Unterstützung könnten wir die Wettbewerbe für unsere mehr als 180 Schüler, darunter auch schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche, gar nicht so durchführen", betont Sportlehrerin Annette Glück. Die jungen Leute mussten bei den Wettkämpfen wie Rollstuhlrennen und Rollstuhlbasketball jedoch nicht nur zusehen, sondern waren auch zum Mitmachen aufgefordert. Einige Male hieß es "Grüne" gegen "Felsensteiner" - und dabei hatten die Polizeianwärter nicht immer die Nase vorn. "Wer als Nichtbehinderter bei einem Rollstuhlrennen mitmacht, merkt schnell, wie viel Geschick und Kraft dazu gehören, mit dem Gerät umzugehen", so Schulleiter Manfred Pschibul. Der gemeinsame Tag sollte zudem dazu dienen, dass von beiden Seiten Hemmschwellen und Berührungsängste abgebaut werden.


Mit dem Motorrad durch die Stauden

Als Jens Danglmair sich morgens in Heidenheim auf den Weg machen wollte, gab es erst einmal eine Schrecksekunde. "Die Maschine hatte Öl verloren, aber ich hab extra noch einen Mechaniker organisiert", erzählt er. Er ist nicht der einzige Teilnehmer bei der Aktion "Felsenstein on the road", der alle Hebel in Bewegung setzen würde, um jedes Jahr dabei zu sein. "Das ist einfach eine tolle Sache", sagt der begeisterte Motorradfahrer aus dem Württembergischen. Und offensichtlich nachahmenswert: "Diese Aktion hat sich rumgesprochen, inzwischen machen auch andere Clubs bei uns in der Gegend auch so was", erzählt Danglmair.

"Felsenstein on the road" erregt eben Aufsehen: Zum inzwischen sechsten Mal fanden sich rund 100 Teilnehmer auf mehr als 50 Trikes und Motorrädern mit Beiwägen bereit, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Fritz-Felsenstein-Haus für Körperbehinderten einen Ausflug durch die Stauden zu ermöglichen. Der Konvoi auf der rund 120 Kilometer langen Strecke ist nicht nur für die Fahrer, sondern vor allem für die Beifahrer attraktiv. "Ich freue mich schon jedes Jahr darauf", sagt Sebastian, der die Förderstätte des Fritz-Felsenstein-Hauses besucht. Mit dem Ehepaar Peter und Regina Grimmbacher aus Neuburg an der Kammel (Landkreis Günzburg) bildet er schon seit drei Jahren beim Ausflug ein festes Team. "Weil wir halt das geeignete Boot haben, in dem er gut sitzen kann", beschreibt Regina Grimmbacher ihre Maschine. Das Ehepaar ist seit jeher mit Bike und Beiwagen unterwegs, "da saßen schon die Kinder drin und inzwischen eben die Enkel", erzählt der Kfz-Mechaniker.

Auf die Felsenstein-Aktion kamen sie durch Zufall, aber wollen sie inzwischen nicht mehr missen. "Ich war zudem selbst in der Behindertenpflege tätig und kann nach empfinden, wie toll dieses ehrenamtliche Engagement für die jungen Leute ist", so Regina Grimmbacher. Inzwischen gibt es zu Sebastian und seiner Mutter auch private Kontakte über "Felsenstein on the road" hinaus, außerdem werden zum Ausflug selbst immer Freunde, Bekannte und sogar der Schwiegersohn zum Mitmachen animiert.

Organisiert wurde die Aktion von der Offenen Behindertenarbeit und weiteren Mitarbeitern der Einrichtung sowie von den Clubs "Street Bike Dragracing Association" und dem Motor Trike Club Augsburg. Die hatten auch in der Mittagspause für ein buntes Rahmenprogramm gesorgt. In den "Erkstuben" beim TV Willmatshofen gab es neben der Versorgung für die hungrigen Biker und Beifahrer auch eine Tanzeinlage der Rollstuhltanzgruppe "Dance with the wheels", die seit sechs Jahren beim SV Reha Augsburg besteht. Heuer ermöglichte die Durchführung der Aktion zudem der Augsburger Vertrieb für Ärzte- und Laborbedarf "Diana von Schaezler GmbH" mit einer Spende.


Ein Segeltörn auf der Lechstaustufe

Eigentlich hatte Bern auf schlechtes Wetter gehofft und damit auf einen Besuch im Kino. Doch als er mit Udo Gölsdorf vom Segelverein Königsbrunn aus dem Boot steigt, strahlt er übers ganze Gesicht: "Das war klasse!". Für Bernd war der Ausflug auf der Lechstaustufe der erste Segeltörn in seinem Leben - ein Erlebnis, dass der Segelverein Königsbrunn gemeinsam mit dem Segelverein Merching noch neun weiteren Kindern und Jugendlichen aus dem Fritz-Felsenstein ermöglichte.

"Wir hatten so etwas schon vor Jahren einmal gemacht", erläutert Erzieherin Susanne Brenner aus der Tagesstätte der Einrichtung für Körperbehinderte. Heuer entstand die Idee, das Projekt "Segeln" wieder aufleben zu lassen, jedoch nicht nur für eine Gruppe, sondern "interdisziplinär" für Kinder und Jugendliche aus Tagesstätte und Internat, gemeinsam veranstaltet mit der Therapie. "Toll war, dass sich beide Vereine bereiterklärt haben, das personell und mit ihren Booten zu unterstützen", freut sich Physiotherapeutin Sabine Gölsdorf. Und weil Wassersport bekanntlich hungrig macht, spendierte die Firma Streifeneder (Sanitätshaus und Orthopädietechnik) zudem die Verköstigung für den Tag an der Lechstaustufe - zum Abschluss gab es einen Grillabend mit Lagerfeuer.

In erster Linie sollte der Ausflug den Kinder und Jugendlichen Spaß machen. "Viele kommen selten ins Grüne und für die meisten war es sicher das erste Mal, dass sie in einem Boot waren", sagt Susanne Brenner. Darüber hinaus machten sie auch neue Erfahrungen. Mit dem Rollstuhl auf dem wackligen Steg unterwegs zu sein, war für Claudia zunächst ungewohnt, "aber im Boot hat es unheimlich Spaß gemacht", bestätigt sie. Natürlich habe man nur reines Sicherheitssegeln mit großen Booten durchgeführt, so Udo Gölsdorf vom Königsbrunner Verein, "im Vordergrund stand ja, dass die Kinder das mal kennen lernen". Für die beiden Vereine sei es keine große Frage gewesen, beim Projekt mitzumachen: "Das ist eine gute Sache".


Funkomat und Manics Chill spielen am FFH

Mit drei Bands und einem Überraschungsgast wartet heuer das inzwischen schon traditionelle Sommer Open-Air des Fritz-Felsenstein-Hauses in Königsbrunn auf. Am Donnerstag, 15. Juli, wird der große Außenhof der Einrichtung für körperbehinderte Kinder und Jugendliche in der Karwendelstraße 6-8 zur Musikbühne, Einlass ist ab 17.30 Uhr, Ende gegen 22.00 Uhr. Den Auftakt macht die Band "Eavesdrop", eine neugegründete Formation, die vor allem aus "Zivis" des Fritz-Felsenstein-Hauses besteht. Showerfahrung hab dabei schon der aus

Funk und Fernsehen - nämlich aus "Starsearch"- bekannte Armin Stigelmair. In und um Augsburg bekannt sind die "Manic Chills" inzwischen auch aus dem Wettbewerb zur "Band des Jahres". Die fünf Jungs versprechen "chilligen Sound und partytauglichen Rock". Topact des Abends ist jedoch die zwölfköpfige Funk- und Soul-Formation "Funkomat" aus der Fuggerstadt. Vier Sänger, vier Bläser und vier Rhythmiker heizen dem Publikum mit fetzigem Partysound von Jamiroquai bis Aretha Franklin ein. Wer Lust auf tanzbare und schweißtreibende Musik hat, unterstützt mit dem Besuch des Open-Airs zudem die Arbeit der Einrichtung für Körperbehinderte.