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Petra Tilly ist Leiterin unseres Heilpädagogischen Internats

Petra Tilly

Königsbrunn, 13. Oktober 2009. Unser Internat hat seit Mitte Juni eine neue Leiterin. Petra Tilly ist erfahrene Diplom-Pädagogin, war zuletzt im SOS-Kinderdorf in Garmisch beschäftigt und bringt viel Know-How bei der Förderung behinderter Kinder mit. Ihre Vorgängerin Ursula Frenz hatte nach Berlin gewechselt.

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ Dieser Leitsatz aus der Montessori-Pädagogik ist für Petra Tilly Grundlage ihrer Arbeit mit unseren Schülern im Internat. Wer glaubt, hier in den Ferien leere Räume anzutreffen, der täuscht sich. Das Betreuungsangebot wird in der Ferienzeit zum Beispiel mit Freizeitmaßnahmen aufrecht gehalten. „Wir müssen die Bedürfnisse der Eltern berücksichtigen, schließlich verfügt kein Arbeitnehmer über genügend Urlaubszeit, um die Kinder während der kompletten Ferien selbst zu betreuen“, erläutert die neue Leiterin.

In den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen sieht Petra Tilly eine der Herausforderungen für unser Heilpädagogisches Internat. 40 Plätze stehen dort für Schüler zur Verfügung, deren Fahrtwege zu lang sind oder die aus familiären Gründen nicht zu Hause wohnen können. Für diese Kinder und Jugendlichen gilt es, nicht nur das Leben und Lernen im Internat zu gestalten sondern auch deren Alltagssicherheit in ganz unterschiedlichen Situationen zu trainieren.

Bestehende Kontakte intensivieren
„Das Internat hier in Königsbrunn ist das zweite Zuhause unserer Schüler. Meine Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen dafür so ideal wie möglich zu gestalten“, so Tilly. Deshalb liegt ihr die Öffnung der Einrichtung nach außen besonders am Herzen: Die Kinder und Jugendlichen besuchen regelmäßig die Bücherei sowie Angebote der Vital-Sportgemeinschaft Haunstetten-Königsbrunn e.V. – Kontakte, die bereits ihre Vorgängerin initiiert hatte. Petra Tilly will diese Kooperationen intensivieren und schaut sich schon neugierig nach Neuem um. „Die Schüler sollen so viel möglich am gesellschaftlichen Leben in Königsbrunn teilhaben.“

Elternarbeit zum Wohle der Schüler
Neben dem Blick nach außen, legt sie auch intern viel Wert auf Offenheit und Transparenz: zu den Eltern, zu ihren Mitarbeitern, die auf Grund von Schichtdienst auch gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sind und zu den Kollegen aus Therapie, Schule, Schulvorbereitender Einrichtung und Förderstätte. In einer spezialisierten Behinderteneinrichtung wie dem FFH spielt die interdisziplinäre Arbeit eine besonders wichtige Rolle. Dabei steht immer die individuelle Förderung der Schüler im Mittelpunkt. „Beeindruckt hat mich das persönliche Engagement der Kollegen“, so Tilly. Sie ist überzeugt, mit der Leitung des Internats einen wichtigen Beitrag zur modernen Ausrichtung unseres Hauses zu leisten.