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Neue Förderstätte eröffnet

Förderstätte

Königsbrunn, 23. Oktober 2008. Das Fritz-Felsenstein-Haus hat seine Förderstätte neu eröffnet. Nach einem Jahr Umbauarbeiten kann unser Kompetenzzentrum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene nun ein modernes Förderkonzept verwirklichen, das Menschen mit schweren Behinderungen Beschäftigung bietet und einen geregelten, sinnerfüllten Tagesablauf ermöglicht. „Mit der Modernisierung unserer Förderstätte schaffen wir eine für die gesamte Region Schwaben beispielgebende moderne Einrichtung“, so unser Geschäftsführer Gert Stephan. „Dabei haben wir die Chance genutzt, die Räume und die Ausstattung optimal an unser Förderkonzept anzupassen.“ Das 1,2 Millionen Euro teure Projekt wurde mit 60 Prozent vom Freistaat Bayern, mit 5 Prozent vom Bezirk Schwaben und mit rund 18 Prozent von der Aktion Mensch unterstützt. Die verbleibende Finanzierungslücke von rund € 200.000 konnte unser Trägerverein Fritz-Felsenstein-Haus e.V. über private Spender aus der Region schließen.

Bezirk, Regierung und Landkreis sind wichtige Partner
Jürgen Reichert, Präsident des Bezirks Schwaben und Schirmherr der Eröffnungsfeier, lobte das Ergebnis der Bemühungen, schwerst-mehrfach behinderten Menschen eine Alternative zu Pflegeheimen und dem Aufenthalt zu Hause zu bieten. Er forderte 100prozentige Teilhabe dieser Menschen an unserer Gesellschaft und appellierte an die Wirtschaft, ihren Profit auch in soziales Sponsoring zu investieren. Auch Martin Sailer, Landrat des Landkreises Augsburg sowie Thomas Schütz, Abteilungsleiter der Regierung von Schwaben hoben den Modellcharakter unseres Projekts hervor. Innovatives Förderkonzept

Unsere Förderstätte des FFH stellt Montag bis Freitag Erwachsenen, die nicht in einer Behindertenwerkstätte aufgenommen werden können, 18 genehmigte Plätze zur Verfügung. „In unserer Einrichtung erleben Besucher eine zweite Lebenswelt, wie sie Menschen ohne Behinderung in ihrer Arbeitswelt finden“ erläutert Barbara Stöhr, Stellvertretende Förderstättenleiterin. Das neue Konzept entstand unter ihrer Leitung und berücksichtigt die jahrelange Erfahrung der Mitarbeiter. Die Gemeinschaft mit anderen Gruppenmitgliedern, ein strukturierter Tagesablauf und unterschiedliche Förderangebote in Funktionsräumen (z.B. werken, Arbeiten am PC, etc.) geben den Besuchern die Möglichkeit, ein weitestgehend normales Leben zu führen.

Jeder Mensch will etwas leisten
Die 1998 eröffnete Förderstätte ist eine junge Einrichtung, die im Laufe der Jahre ihren individuellen Weg gefunden hat, um schwerst-mehrfach behinderte Erwachsene bei der Gestaltung eines würdevollen Lebens in Gemeinschaft zu unterstützen. Neben der Betreuungsleistung steht das „gemeinsame Schaffen“ im Vordergrund, wobei jeder Förderstättenbesucher eine anerkannte, individuelle Leistung erbringt und so zu einem sinnerfüllten Leben findet. Dabei wird die „Leistung“ eines jeden Einzelnen allein an seinen Fähigkeiten gemessen. Die Betreuer bieten die notwendige Hilfe an; wo es möglich ist, wird auch auf selbstständiges Handeln großen Wert gelegt.