Stil:



Newsarchiv

Auszubildende engagieren sich für Felsensteiner Schüler

Henseler

Königsbrunn, 22. April 2008. In der Werkstatt unseres Werkmeisters Robert Henseler ist schon so manche Idee entstanden, wie Werkzeug angepasst und umgebaut werden muss, damit unsere Förderschüler damit arbeiten können. Als gelernter Schreiner liegt ihm der Werkstoff Holz besonders am Herzen, auch die Schüler arbeiten gerne damit. Nun haben Berufsschüler des Berufsbildungszentrums Augsburg (bbz) drei Gehrungssägen so umgebaut, dass das Einspannen eines Werkstücks mittels Pneumatik möglich ist. Damit können unsere körperbehinderten FFH-Jugendlichen wesentlich selbständiger arbeiten.

Auszubildende zeigen Einsatz
„In meiner ersten Zeit als Werklehrer hier war ich größtenteils damit beschäftigt, den Schülern die Werkstücke in Schraubzwingen einzuspannen“, erinnert sich Robert Henseler. Dazu sind unsere Schüler auf Grund ihrer körperlichen Beeinträchtigung oft nicht in der Lage. Sandra Eger (20) und Enes Yesilyurt (17), zwei Berufsschüler am bbz, haben unter der Anleitung ihres Ausbilders Christian Dengler die Metallarbeiten für die Einspann- und Hebevorrichtung der pneumatischen Sägen ausgeführt. „Als angehende Teilezurichter haben wir uns gefreut, diesmal Werkzeuge bauen zu können, die in der Praxis tatsächlich Anwendung finden“, so die beiden. Vermittelt hat diesen Freundschaftsdienst Matthias Ziegler, der sich seit seiner Zeit als Zivildienstleister am FFH immer wieder für die Kinder und Jugendlichen dort einsetzt. Das Material finanzierte unser Kompetenzzentrum, die Arbeit leisteten die beiden Auszubildenden. Bei der Übergabe dankte der FFH-Schulleiter Manfred Pschibul dem bbz-Team für den Einsatz.

Wichtiges Schulfach
Unsere Förderschüler werden ab der 6. Klasse in Werken unterrichtet. Zunächst entstehen einfache Werkstücke, wie zum Beispiel Spielzeug, später werden in Teamarbeit Strandstühle oder Brettspiele gefertigt, die am Sommerfest auch verkauft werden. Während der gesamten Schulzeit bis zur Berufsschulstufe legen wir großen Wert auf das Fach Werken, denn viele Schüler kommen anschließend in einer Werkstätte für Behinderte unter. Da sind dann handwerkliche Fertigkeiten und der Umgang mit Werkzeug unablässig. „Die professionell umgebauten Sägen ermöglichen es unseren Schülern, den gesamten Sägevorgang selbstständig durchzuführen – ein großer Schritt, über den sich hier alle freuen“, so Lehrer Robert Henseler.