Aktuelles
1. Schwäbisches Fachforum für Assistenztechnologien
Unsere neu gegründete Beratungsstelle für Kommunikation und Assistenztechnologien veranstaltet am Donnerstag, den 18. März 2010 von 18.00 bis 21.00 Uhr das 1. Schwäbische Fachforum für Assistenztechnologien unter dem Titel „Der Elektro-Rollstuhl als Steuerzentrale“. Es ist die erste Veranstaltung dieser Art in der Region. Nutzer dieser Techniken, Eltern oder Angehörige von Menschen mit Handicap sowie Fachleute aus dem pädagogischen und therapeutischen Bereich sind herzlich dazu eingeladen, sich bei uns über die neuesten Entwicklungen zu informieren und Elektro-Rollstuhl-Techniken und Ansteuermöglichkeiten zu erproben. Der Austausch zwischen Nutzern, Herstellern und Fachleuten steht im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Der Elektro-Rollstuhl ist für Menschen mit Behinderungen nicht mehr allein ein Hilfsmittel für bessere Mobilität. Vielmehr ist er aufgrund der rasanten technischen Entwicklung der vergangenen Jahre zunehmend zu einer Steuerzentrale für Computer, Handys und Unterhaltungsgeräte geworden. Damit gelingt Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Alltagsbewältigung wesentlich besser; die Nachfrage nach umfassenden, aufeinander abgestimmten Lösungen ist deutlich gestiegen.
Eintritt ist kostenfrei! Anmeldung bitte bis zum 10. März unter der Rufnummer 08231/6004-706 oder -707 oder per Email an roland.salvamoser@felsenstein.org
Schokolade gießen mit dem besten Konditorgesellen Deutschlands
Holländer haben zum ersten Mal die an sich bittere Kakaobohne zu dem verfeinert, was heute zu den unwiderstehlichsten Genüssen zählt: Schokolade, eine der beliebtesten Süßigkeiten unserer Zeit. Zum Einstieg des Projekttages an unserer Schule erzählt Konditor Johannes Felkel aus Königsbrunn den 12 Schülern allerlei Wissenswertes über Schokolade.
Reinschnuppern in die Berufswelt
Doch schnell geht er zur Praxis über und damit zum spannenden Teil des Vormittags. Schließlich lautet sein Auftrag, Einblick zu gewähren in das Berufsfeld eines Konditors und berufsrelevant mit unseren Schülern zu arbeiten. Das Bayerische Kultusministerium unterstützt solche Projekte an Förderschulen, um die schulische Praxis weiterzuentwickeln. Ziel ist es, unsere Schüler auf die Ausbildungs- und Berufswelt nach der Schule vorzubereiten und Interesse an in Frage kommenden Berufen und Arbeitsbereichen zu wecken.
Profikonditor im FFH
Für Konditor Johannes Felkel, der schon als Zivildienstleistender bei uns tätig war, zusätzlich eine Kochausbildung absolviert und beim Leistungswettbewerb der Junior-Konditoren auf Bundesebene den 1. Platz belegt hat, bedeutet das konkret: an fünf seiner freien Tage steht er für die Projektarbeit im FFH zur Verfügung. Mit anderen Schülergruppen hat Felkel bereits eine Torte gebacken und Pralinen hergestellt.
Lernen durch Selbsterfahrung
Heute ist Schokoladegießen angesagt und der junge Konditor hat verschiedene Gussformen sowie Zartbitter-, Vollmilch- und weiße Schokolade mitgebracht. In der großen, barrierefreien Küche unserer Schule, in der die Tische mit Rollstühlen unterfahrbar sind, sprüht der 19-jährige Thomas zunächst die Formen mit Kakaobutter aus, um der Schokolade später zum Glanz zu verhelfen.
Dann darf Michael Hand anlegen und die erste Tafel gießen. Der Gießtrichter geht von Hand zu Hand, bis alle Formen gefüllt sind. Und auch Hohlformen werden in Angriff genommen: drei lustige, gefleckte Schokoladenkühe werden vorbereitet. In drei Durchgängen muss die Form gegossen, geleert und wieder getrocknet werden, damit die Figuren nach dem Stürzen auch stabil sind. Wo immer es geht, dürfen die Jugendlichen Hand anlegen, mithelfen, ausprobieren. Viele Fragen werden gestellt, das Interesse und die Konzentration bei den Jugendlichen sind enorm.
„Unsere Schüler können einem Profi über die Schulter schauen, in den Beruf des Konditors reinschnuppern und so schon mal über den behüteten schulischen Tellerrand hinausblicken“, so Günter Mairock, Sonderschullehrer an der Fritz-Felsenstein-Schule. „Dass wir dafür sogar den besten Konditorgesellen Deutschlands gewinnen konnten, freut uns natürlich sehr.“ Im Laufe des Schuljahres sind weitere Aktionen mit anderen Berufen geplant.
Mein Körper ist mein Freund - Präventives Theaterstück an der Fritz-Felsenstein-Schule
„Mein Körper, der ist mein Freund, ganz egal ob er lacht oder weint…“ Mit diesem einprägsamen Satz hat eine dreiköpfige Truppe des Eukitea-Theaters aus Diedorf eine Vorstellung zum Thema Grenzverletzungen im Alltag von Kindern an unserer Schule eingeleitet. Das Projekt wird von Sternstunden e.V., der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks gefördert.
Prävention gegen sexuelle Gewalt
„Wenn mein Magen sich zuzieht, mir was nicht gefällt, dann sag ich Nein, stopp, was soll das?“ Ängste und bedrängende Erfahrungen von Grenzüberschreitungen durch Erwachsene werden auf der Bühne anschaulich und unterhaltsam thematisiert, ohne die jungen Zuschauer zu verängstigen. Lea und Sven, die Protagonisten des musikalisch untermalten Stücks, vermitteln Mädchen und Jungen auf positive Weise, dass sie ein Recht auf körperliche, sexuelle und emotionale Unversehrtheit haben. Es zeigt ihnen Möglichkeiten, wie sie NEIN sagen können und wo sie Unterstützung einfordern können. Alltagssituationen mit dem Fußballtrainer oder ein Besuch bei Onkel Franz machen deutlich, dass die Gefahren im unmittelbaren Umfeld der Kinder liegen.
Umfangreiches pädagogisches Begleitprogramm
Entwickelt wurde das Stück von Eukitea-Theaterpädagogen unter der fachlichen Leitung von Christine Klein, die sich, gefördert vom Verein "Entstrickung e. V.", mit dem Thema „Prävention sexueller Gewalt“ auseinander setzt. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der an der Stiftungsfachhochschule Benediktbeuern.
Die Vorstellung des Stücks war eingebettet in ein umfangreiches pädagogisches Begleitprogramm, dass sowohl die Eltern der Schüler als auch unsere pädagogischen Fachkräfte ein bezog. Der Aufführung vor dem Schülerpublikum gingen eine Lehrerfortbildung sowie ein Elternabend voraus, auf dem das Stück ebenfalls gezeigt wurde. „So fällt es den Eltern leichter einzuordnen, was ihre Kinder zu Hause erzählen“, erklärt Christine Klein von der Stiftungsfachhochschule in Benediktbeuren. Im Anschluss an das Theaterstück erfolgte eine pädagogische Nachbereitung für die Kinder durch die im Rahmen des Projekts geschulten Klassenlehrer.
Akzeptanz des eigenen Körpers
„Das Theaterstück will Kindern ein positives Körpergefühl vermitteln, sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken und gegen sexuellen Missbrauch vorbeugen“, so unser Schulleiter Walter Falke. „Für unsere Schüler, die zum Teil mit erheblichen körperlichen Einschränkungen leben, erhält die Aussage „Mein Körper, der ist mein Freund“ eine zusätzliche Bedeutung. Es wird ihnen anschaulich vermittelt: So wie ich bin, bin ich genau richtig.“
Die Nachbereitung machte deutlich, wie sehr sich die Kinder und Jugendlichen von den archaischen Szenen des Spiels auf der Bühne angesprochen fühlten. Das Theaterprojekt vermittelt einen hervorragenden Einstieg in Präventionsarbeit und ist ein wertvoller Beitrag zur Sicherheit der FFH-Schüler.
Mit Licht zu positiven Lernerfahrungen
Jeder fünfte Schüler unserer Einrichtung lebt mit so vielfältigen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, dass er als schwerst-mehrfach behindert gilt. Auf den ersten Blick sieht der Schulunterricht für diese Kinder und Jugendlichen anders aus als herkömmlicher Unterricht, da er sich an den persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen der Schüler orientiert. Und doch geht es, wie in jeder Schule, um Bildung und Lernen, um die Entwicklung der Persönlichkeit und den Erwerb von Fähigkeiten für die eigene Lebensgestaltung.
Kleine Klassen
„Unsere Schüler haben ganz andere Lernvoraussetzungen als Schüler mit Körperbehinderungen, die sprechen und selbstständig am Schulgeschehen teilnehmen können“, so die Sonderpädagoginnen Beate Pfaller-Wohlfarth und Petra Wesinger. Deshalb achtet unsere Schulleitung u.a. auf geringe Klassenstärken: Gerade einmal sieben Schüler sitzen in ihrer Klasse 2e. Diese Zahl relativiert sich jedoch schnell, wenn man weiß, dass vier der Schüler stark eingeschränkt und deshalb umfassend auf Assistenz angewiesen sind.
„Wo Lesen, Rechnen und Schreiben nicht das Ziel sein kann, müssen andere, individuelle Ziele gesteckt werden“, so unser Schulleiter Walter Falke. „Das Unterrichtskonzept basiert darauf, festzustellen wo die Stärken und Schwächen unserer Schüler liegen, um dann vielfältige individuelle Lernangebote zu machen.“ Das kann beim einen Kopfrechnen sein, bei Schülern mit starken Beeinträchtigungen hingegen sind es Angebote, die ihre Wahrnehmungs- und Umwelterfahrung erweitern und ihnen so helfen, unsere Welt kennen zu lernen.
Individuelle Lebensbewältigung
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die unterstützte Kommunikation, die in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht hat. Sabrina zum Beispiel kann nicht sprechen, betätigt jedoch einen Taster, mit dem sie den Gong zum Morgenkreis einläutet. Die Erfahrung, selbst etwas bewirken zu können, ist enorm wichtig für die Entwicklung eines Kindes, fehlt aber Kindern und Jugendlichen mit starken Behinderungen oft. Die angestrebte individuelle Lebensbewältigung sieht für jeden Schüler anders aus. Deshalb helfen hier keine Rezepte, vielmehr zeigen unsere Pädagogen Kindern und Eltern Wege auf, wie dies zu schaffen ist.
Lichtprojekt erweitert Umwelterfahrung
Unsere FFH-Lehrkräfte gehen diese Aufgabe mit viel Kreativität an, wie beispielsweise bei einem kürzlich realisierten Lichtprojekt. Solche Aktionen dienen dazu, das Lernangebot für Schüler mit vielfältigen Beeinträchtigungen entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten zu gestalten.
In einem abgedunkelten Raum wurden verschiedene Erlebnisstationen zum Thema Licht aufgebaut: Vom beleuchteten Ich im Spiegel, über bunte Lichtobjekte und Installationen, die durch Interaktion zum Leuchten gebracht wurden, über das Kennenlernen verschiedenster Lichtquellen bis hin zur gemeinsamen Bewegung im Rhythmus pulsierender Scheinwerfer. Dabei wurden die Sinne angesprochen, vor allem aber die Erfahrung der Kinder mit ihrer Umwelt um ein wichtiges Erlebnis bereichert. „Sie lernen dabei, sich interessanten Objekten zu zuwenden und darüber mit anderen Menschen in Beziehung zu treten“, erläutert Sabine Willi, eine der beteiligten Pädagoginnen.
Das Fritz-Felsenstein-Haus ist Partner von forum schule der Lechwerke AG
Mal über den Tellerrand hinaussehen, eine andere Perspektive einnehmen – diese Möglichkeit bietet die Arbeit in Netzwerken.
Schul- und Bildungsarbeit ist heutzutage nicht nur alleinige Aufgabe der Schulen. Die gesamte Gesellschaft steht in der Verantwortung. Auch Unternehmen sehen sich in der Pflicht, junge Menschen für Wissen und Bildung zu begeistern. Schließlich findet irgendwann der Übergang von der Schul- in die Berufswelt statt.
Die Lechwerke AG ist Bayerisch-Schwabens größter regionaler Energiedienstleister. Im Sommer 2005 hat sie die Bildungsinitiative forum schule – LernenErlebenWissen ins Leben gerufen. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Kultusministers Dr. Ludwig Spaenle. LEW forum schule ist eine Plattform, bei der sich Wirtschaft und Bildungsinstitutionen zum gegenseitigen Nutzen austauschen können.
Energiegeladene Aktionen, Projekte und Themen warten auf Sie: www.lew-forum-schule.de
Selbst erfahren, was Behinderung bedeutet
Eine für Rollifahrer zu schmale Toilettentür, ein unerreichbarer Wasserhahn, Essen, das zu heiß und schnell verabreicht wird oder eine hektische Rollifahrt – bei Menschen mit Behinderungen können solche Situationen für Angst und Hilflosigkeit sorgen.
Assistenz notwendig
Um das Bewusstsein unserer Praktikanten, Zivildienstleistenden und Teilnehmern am Freiwilligen Sozialen Jahr für die Bedürfnisse unserer Betreuten zu schärfen und so die Qualität der Hilfeleistungen zu verbessern, fand kürzlich ein Selbsterfahrungskurs statt. „Die jungen Leute erbringen bei der Versorgung unserer Kinder und Jugendlichen wertvolle Arbeit. Ohne ihre Unterstützung könnten wir unsere Aufgaben kaum bewältigen“, so Sylvia Reichart, Leiterin unserer Heilpädagogischen Tagesstätte am FFH. Viele von ihnen treten im Königsbrunner Kompetenzzentrum zum ersten Mal in Kontakt mit behinderten Menschen. Derzeit sind bei uns rund 45 engagierte Helfer im Einsatz.
Zahlreiche FFHler können nicht sprechen und sind auf Grund ihrer körperlichen Einschränkungen umfassend auf Assistenz angewiesen; der Umgang mit ihnen erfordert großes Einfühlungsvermögen. „Persönliche Erfahrungen der Helfer wecken das Verständnis für kritische Situationen. Deshalb organisieren wir regelmäßig solche Kurse, um sie auf ihre Aufgaben vorzubreiten“, so Reichart weiter.
Schwierigkeiten im Alltag
An verschiedenen Stationen konnten die jungen Leute ihre Wahrnehmung testen: Mit verbundenen Augen im Rolli durch die Gänge geschoben oder beim Mittagessen gefüttert zu werden, wurde von vielen als unangenehm empfunden. „Wir haben erfahren, wie wichtig es ist, seinem Betreuer zu 100 Prozent vertrauen zu können. Menschen mit Behinderung brauchen unsere volle Aufmerksamkeit“, so einer der Beteiligten.
Zum Abschluss des Selbsterfahrungskurses fuhren die Helfer in einem unserer Busse in die Augsburger City, um dort im Rollstuhl und mit Begleitpersonen auf Einkaufstour zu gehen. Bereits bei der Parkplatzsuche erfuhren sie, mit welchen Schwierigkeiten Menschen mit Behinderungen im Alltag kämpfen: Parkhäuser kamen auf Grund beengter Verhältnisse nicht in Frage, die Hoffnung auf reguläre, freie Behindertenparkplätze in der Nähe des Einkaufsziels wurde schnell enttäuscht.
Gemeinsame Projekttage von Polizei- und FFH-Schülern
Schüler sind sie alle – die einen erlernen den Beruf des Polizisten bei der Bereitschaftspolizei, die andern drücken die Schulbank in der Fritz-Felsenstein-Schule in Königsbrunn. Wie alle Schüler begeistern sie sich für Projekttage. Und das vor allem deshalb, weil der theoretische Unterricht kurzzeitig getauscht wird gegen praktisches Lernen. „Positive Erlebnisse erleichtern das Lernen, das Gelernte prägt sich besser ein und wirkt nachhaltiger“, weiß Günter Mairock, Lehrer an der Fritz-Felsenstein-Schule.
Vielfältige Kontakte
Deshalb organisieren die Bereitschaftspolizei und die Fritz-Felsenstein-Schule immer wieder gemeinsame Aktionen, bei denen von und miteinander gelernt wird. Die kürzlich veranstalteten Projekttage ermöglichten beispielsweise einen Besuch der FFH-Schüler bei der Bereitschaftspolizei, in deren Verlauf der Beruf des Polizisten vorgestellt wurde. „Ich würde sofort wieder kommen“, so Lindon Osmani nach seinem Besuch bei Bepo. „Bisher kannte ich die Polizei nur aus dem Fernsehen“. Zum Projekt gehörte auch eine Verkehrsrallye durch Königsbrunn, bei der die Verkehrserziehung der Schüler im Vordergrund stand. Mit den älteren FFH-Schülern waren die Polizeischüler zum gleichen Thema sogar in Augsburg unterwegs. Und natürlich darf auch Spaß und Spannung bei einem solchen Projekt nicht fehlen: Rollenspiele der Polizeischüler sind bei den FFH-lern besonderes beliebt. Der 13-jährige Rollifahrer Lindon z.B. war vor allem von der gestellten Festnahme eines Reifenstechers beeindruckt.
Abbau von Berührungsängsten
Polizeischüler und Förderschüler können bei solchen Gelegenheiten gegenseitige Berührungsängste abbauen: Die FFHler lernen offener mit ihren Handicaps umzugehen, die jungen Polizeischüler bauen eventuell vorhandene Hemmschwellen im Umgang mit behinderten Menschen ab und üben den Kontakt mit Kindern. „Soziale und persönliche Kompetenz ist ein wichtiges Lernziel für unsere 150 an diesen Projekttagen beteiligten Polizeianwärter“, so Polizeiausbilder Harald Böck.
Die langjährige, freundschaftliche Partnerschaft zwischen dem Fritz-Felsenstein-Haus und der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn ist für alle Beteiligten ein großer Gewinn. „Bemerkenswert ist das Engagement der Polizeischüler, das auch viele persönliche Begegnungen und schöne Erlebnisse ermöglicht“, so Günter Mairock, Organisator der Projekttage am FFH.
2. Platz für unsere Schüler beim Kreativwettbewerb
Unsere Schüler freuen sich über den 2. Platz beim Kreativwettbewerb „Europa im Karpatenbogen“ und 350 Euro Preisgeld. Die Jahrgangsstufen 7 bis 9 wurden damit für ihren besonderen Einsatz bei der Darstellung und Aufarbeitung mehrerer Besuche in Siebenbürgen/Rumänien gewürdigt. Ziel des vom Bayerischen Kultusministerium initiierten Wettbewerbs ist der Brückenschlag zwischen Ost und West.
Zahlreiche Besuche in Siebenbürgen
Für viele noch ein weißer Fleck auf der Landkarte ist Siebenbürgen - eine Region in Rumänien - einigen Felsensteinern bereits sehr vertraut. Im Rahmen eines Comenius-Projektes fuhr Dr. Renate Menges, die Initiatorin und Konrektorin an unserer Schule, in immer neuer Besetzung mit Schülergruppen nach Rumänien, wo sie sich regelmäßig mit anderen Comenius-Partnern aus Lettland trafen. Die Region im Karpatenbogen zeichnet sich durch besondere Sprachenvielfalt, eine bewegte Geschichte und Kulturreichtum aus.
Annährung der Kulturen
Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen den Kulturen haben unsere Schüler während ihrer intensiven Begegnungen mit Gleichaltrigen herausgearbeitet und in einer kleinen Ausstellung dokumentiert. „Wir konnten die rumänischen Jugendlichen in ihrem Lebensalltag kennenlernen; deshalb war das Voneinander Lernen besonderes authentisch“, so Dr. Renate Menges.
Seit einigen Jahren bemüht sich die Felsenstein-Schule um interkulturelle Lernprojekte: Unsere Schüler erhalten Gelegenheit, füreinander Verständnis zu entwickeln, den kulturellen Austausch zu pflegen und persönliche Freundschaften aufzubauen. Dies alles trägt dazu bei, dass unsere osteuropäischen Nachbarn zunehmend als Partner geschätzt werden. „Erfahrungen, die man im Schulalter macht, prägen das Verhältnis zu anderen Kulturen ein Leben lang“, weiß Dr. Menges. Das beim Wettbewerb gewonnene Preisgeld wollen die Schüler für ein gemeinsames Pizzaessen aufwenden.
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